Thailand

Das Königreich Thailand liegt auf der südostasiatischen Halbinsel. Im Süden ist der Staat zum Golf von Thailand geöffnet. Auf der Westseite führt ein schmaler, lang gezogener Ausläufer zur Malakkahalbinsel hin.


Lage

Das Königreich Thailand liegt auf der südostasiatischen Halbinsel. Im Süden ist der Staat zum Golf von Thailand geöffnet. Auf der Westseite führt ein schmaler, lang gezogener Ausläufer zur Malakkahalbinsel hin.

Aus Hinterindien finden die Kettengebirge ihren Weg fächerförmig nach Thailand. Die Kernzone wird durch diese Gebirgszüge, die eine Höhe von 2.000 bis 3.000 Meter haben, getrennt. Bei der Kernzone handelt es sich um das Gebiet der Schwemmlandzone, die sich um und oberhalb von Bangkok befindet. Ferner umfasst die so genannte Kernzone einen Bereich, der in Birma im Westen liegt.
Außerdem gehört das Khoratplateau, welches im Nordosten von Thailand liegt, zur Kernzone.

Insgesamt verfügt das Land Flüsse und Kanäle mit einer Länge von etwa 10.000 Kilometern.

Flora

Die Kettengebirge sind von dichtem tropischem, immergrünen, Regenwald geprägt. Unter den Pflanzen des tropischen Regenwaldes befinden sich zahlreiche Pflanzen, die essbar sind. Dagegen ist im Khoratplateau Baumsavanne und Trockenwald vorzufinden. Zahlreiche Gummibaumplantagen sind hier ebenso zu sehen wie Eukalyptus-Pflanzen.

Der thailändische Anteil an der Insel Malakka wird von dicht bewaldetem Gebiet bestimmt.

Klima

Im tropischen Regenwald und im Menambecken fallen im Jahr durchschnittlich 1600 mm pro Jahr, die durch den Monsun gebracht wurden. In Bezug auf die Temperatur bleibt diese innerhalb eines Jahr 26°C und ist dabei immer ziemlich gleich bleibend. Die Luftfeuchtigkeit ist während des ganzen Jahres hoch.

Geschichte

Die Geschichte des heutigen Thailands beginnt um das 1. Jahrtausend nach Chr. Bereits vor dieser Zeit bestanden hier Mon-Khmer-Staaten. Ursprünglich kamen die Tai aus dem Süden von China. Dort begründeten sie im 8, Jahrhundert n. Chr. ein Reich. Im oberen Bereich des Mekong überschritten Thai-Stämme im 9. Jahrhundert den Fluss.

Während der Regentschaft des Königs Rama Thibodi II. nahm dieser als erster König der Thai Beziehungen zu den Europäern auf.

Ein Thai-General, der als König vom Jahr 1782 bis zum Jahr 1809 das Land regierte, begründete die Chakri-Dynastie. Diese regiert bis heute in Thailand.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann Thailand Handelsbeziehungen zu realisieren. Dazu wurden Verbindungen mit den meisten europäischen Ländern aufgenommen. Gefördert wurden diese Beziehungen insbesondere durch die Könige Mongkut und Chulalongkorn.

Die konstitutionelle Monarchie, die bis heute das Leben der Thai beherrscht, wurde im Jahr 1932 errichtet. Bis zum Jahr 1938 war das heutige Thailand als Siam bekannt. Der bis heute gültige Name lautet nun Muang Thai, auch Land der Thai genannt.

Es folgten einige unruhige Jahre, in denen es zeitweilig kriegerische Auseinandersetzungen gab. Daraus ergaben sich zahlreiche Veränderungen für das Land, wie zum Beispiel die Errichtung eines diktatorischen Regimes.

Inzwischen ist seit dem Jahresbeginn 2008 ein neuer Premierminister ernannt worden.

Bevölkerung

In Thailand leben etwas mehr als 64 Millionen Einwohner. Der größte Teil der Thai-Bevölkerung, die bis zum Jahr 1938 als Siamesen bezeichnet wurden, gehört den paläomongoliden Tai-Völkern an.

Ferner leben in Thailand Minderheiten chinesischer Abstammung sowie chinesische Mischlinge. Zu den weiteren Minderheiten innerhalb der Bevölkerung gehören die Khmer und die Mon.

Unter der Bevölkerung ist die weitesten verbreitete Religion der Hinayana-Buddhismus.

Sprache

Die thailändische Sprache, die von ungefähr 20 Millionen Bewohnern gesprochen wird, gehört zur Gruppe der Thaisprachen. Im Gegensatz zu anderen Sprachen enthält die Thailändische Sprache sehr viele mehrsilbige Lehnwörter, die aus der indischen und den Khmer-Sprachen.

Städte

Die bedeutendsten Städte von Thailand sind neben der Hauptstadt Bangkok die Städte Phuket und Pattaya, die für den Fremdenverkehr besonders wertvoll sind.

Weitere wichtige Städte in Thailand sind die Stadt Nonthaburi sowie die Stadt Samut Prakan.

Wirtschaft

Das Bild der Wirtschaft wird von der Landwirtschaft geprägt, da Thailand ein Agrarstaat ist. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung von Thailand bestreiten ihren Lebensunterhalt von der Landwirtschaft. Reis ist das wichtigste Produkt, was in Thailand angebaut wird, wodurch das Land zu einem der Haupt-Exportländer von Reis geworden ist. Weitere wichtige Produkte, die angebaut werden, sind unter anderem Mais, Sorghum und Zuckerrohr. Außerdem kommt der Gewinnung von Kautschuk und Kenaf eine hohe Bedeutung zu. Der wichtigste Wirtschaftszweig nach dem Anbau von Reis ist der Fischfang.

Verkehr

Über ungefähr 4.000 Kilometer Länge verfügt das thailändische Eisenbahnnetz. Dabei verlaufen die Hauptstrecken vom Eisenbahnknotenpunkt in Bangkok aus.

Die USA unterstützte Thailand beim Ausbau des Straßennetzes. Etwa 75 % des Verkehrsaufkommens wird durch die Binnenschifffahrt bewältigt.

Auf den Flüssen und den Kanälen des Landes wird der größte Teil des Binnenverkehrs abgewickelt.

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