Bern (Schweiz)

Die Hauptstadt der Schweiz

Informationen zu Lage, Klima, Bevölkerung, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Geschichte der Stadt Bern.

Bitte bewerten Sie diesen Beitrag. Kommentare und Rezensionen sind willkommen.


Einführung 

Bern ist die Hauptstadt der Schweizerischen Eidgenossenschaft und gleichzeitig des gleichnamigen Kantons Bern. Trotz der politischen Zentrumsfunktion ist Bern eine grüne und übersichtliche Klei
nstadt mit einem vergleichsweise ausgezeichneten Kulturangebot und erstklassiger Lebensqualität. 


Lage 

Bern liegt im Zentrum des gleichnamigen Kantons Bern im zentral-westlichen Teil des Schweizer Mittellandes unweit der Sprachgrenze Deutsch-Französisch. Das Stadtzentrum, ein UNESCO-Weltkulturerbe, liegt auf einer Halbinsel des Flusses Aare. Früher bot diese Lage einen natürlichen Schutz vor Belagerern, heute wird so die Altstadt von den sich in alle Richtung ausbreitenden modernen Viertel abgetrennt und bietet so das einmalige Erlebnis eines nahezu vollständig intakten mittelalterlichen Stadtbildes. 


Klima 

Bern hat ein gemässigtes Klima. Im Sommer ist es warm und die Temperaturen können während mehrerer Wochen über 30 Grad Celsius steigen - eine willkommene Gelege
nheit um es tausenden Einheimischen gleich zu tun und in die kühle Aare zu springen. Im Winter können sich die Temperaturen über längere Zeit um oder unter dem Gefrierpunkt bewegen, die Stadt ist aber selten wochenlang mit Schnee bedeckt. Regen fällt das ganze Jahr über ziemlich gleichmässig mit Tendenz zu mehr Sonnenstunden im Juli und August. 


Bevölkerung 

Mit knapp 130‘000 Einwohnern ist Bern nach Zürich, Basel und Genf die viertgrösste Stadt der Schweiz. In der Agglomeration leben ca. 350‘000 Menschen. Bern ist eine multikulturelle Stadt. Neben der evangelisch-reformierten deutschschweizer Mehrheit haben über 20% der Bevölkerung einen ausländischen Pass. 


Sprache 

Amtssprache ist Deutsch, gesprochen wird aber vorwiegend Berndeutsch auf das die Berner sehr stolz sind und das auch deutlich von anderen Schweizer Dialekten unterscheidet. Es handelt sich um einen hochalamannischen Dialekt, dessen veränderte Betonungen, Struktur, Grammatik und Wortschatz deutschen Besuchern das Verständnis häufig verunmöglicht. 


Geschichte 

Die Stadt wurde 1191 von Herzog Berchthold V. von Zähringen gegründet. Der Legende nach nannte er die Neugründung Bern, weil er dort einen Bären gefangen haben soll. 

Nach dem Aussterben des Geschlechts der Zähringer (1218) wurde Bern eine von den aristokratischen Patriziern regierte Freie Reichsstadt. Die günstige Lage im Schutz der Aareschlaufe, die politische Zentrumsfunktion für das Umland sowie die Handelsmöglichkeiten entlang der Aare ermöglichten ein rasches Wachstum der Stadt in Richtung Westen: Wehrturm am westlichen Ende war bis 1256 der Zytgloggeturm (Zeitglockenturm), gefolgt vom Käfigturm bis 1345 und vom Christoffelturm bis 1622. Dieser stand in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs, wurde aber 1865 abgerissen. Nach dem grossen Brand von 1405 wurde die vormalige aus Holz erbaute Stadt aus Sandstein wieder aufgebaut. Das damals entstandene mittelalterliche Stadtbild ist heute noch weitgehend unverändert erhalten. 

1353 trat Bern als achter Ort dem Bund der Innerschweizer Waldstätten bei und in der Folge erweiterten die ungleichen Partner - basisdemokratische Innerschweizer und aristokratische Berner ihr Einflussgebiet. Von seinen Verbündeten in mehreren Kriegen unterstützt, entwickelte sich Bern zu einem wohlhabenden Stadtstadt, der im 18. Jahrhundert, auf dem Höhepunkt seiner Macht, weite Gebiete im westlichen Mittelland - vom heutigen Aargau, bis und mit dem Kanton Waadt kontrollierte. 

1848 wurde Bern durch die erste eidgenössische Bundesversammlung zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt. 


Sehenswürdigkeiten 

Der Höhepunkt jedes Besuches ist das Flanieren in der malerischen Altstadt dessen Gassen in durchgehenden Laubengängen auch bei Regenwetter im Trockenen und bei Hitze im kühlen Schatten entdeckt werden können. 

Berns Wahrzeichen sind die vielen reich verzierten Brunnen, von denen jeder seine eigene Geschichte zu erzählen hat, der mit seinem Uhrenspiel faszinierende Zytglogge, der im Moment vergrösserte und umgestaltete Bärenpark sowie das majestätische und doch einfach zugängliche Bundeshaus mitsamt dem Wasserspiel auf dem Bundesplatz. Daneben gibt es ausserdem eine Fülle von historisch interessanten und schönen Gebäuden zu erkunden. 
Vom Tourismusbüro (Bahnhof) organisierte Touren ermöglichen einen vertieften Einblick in Stadtentwicklung und historische Gebäude. Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten findet sich unter diesem Link (Englisch). 


Hotels / Unterkunft 

Bern verfügt über eine breite Palette von Unterkunftsmöglichkeiten. 



Verpflegung 

Trotz seiner geringen Grösse bietet Bern sehr vielfältige und teilweise auch hochstehende Verpflegungsmöglichkeiten.



Transport 

Bern ist gut mit Eisenbahn und Autobahn erreichbar. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bieten halbstündliche Verbindungen in alle grösseren Schweizer Städte und zu den internationalen Flughäfen in Basel, Zürich und Genf und transportieren Reisende direkt ins Stadtzentrum. Flugreisende sollten ausserdem den nahen Regionalflughafen in Belp in Erwägung ziehen. Er bietet Verbindungen in die grösseren europäischen Hubs sowie unschlagbare Check-in / Check-out- Zeiten. 

Das mittelalterliche Zentrum kann und sollte zu Fuss erkundet werden. Die Innenstadt ist mit Auto nicht zugänglich und bietet wenige und teure Parkplätze. Es ist ratsam, das Auto in den Park & Ride-Parkhäusern, jeweils in der Nähe der Autobahnausfahrten abzustellen und mit dem öffentlichen Nahverkehr„Bernmobil“ ins Zentrum zu fahren. Dieser kostet ca. 2.- CHF für Fahrten in der Zentrumsregion erschliesst, sehr effizient alle Stadtteile und bietet, weil alle Linien über den zentralen Bahnhofsplatz führen, ausgezeichnete Anschlüsse an die Eisenbahn. 


Tipps & Tricks 


  • Wer länger in Bern weilt, sollte sich unbedingt „La cléf bernoise“ (siehe Links) anschauen. Für einen vergleichsweise geringen Betrag bezahlt man zu zweit in über 30 Restaurants nur einen Hauptgang und lernt so auf erschwingliche Art und Weise teilweise sehr gute Gaststätten kennen. 
  • Die Bernmobil Büros am Bahnhof verkaufen Mehrfahrtenkarte, die die Benutzung erleichtern und verbilligen. 
  • Das Halbtaxabonnement der SBB ist für Bernmobil gültig, auch wenn es die Fahrten nur um etwa 10% verbilligt. 
  • Gegen 20.- CHF Depot und Hinterlegen eines Ausweises kann man beim Bahnhofsplatz sowie beim Casinoplatz gratis Velos ausleihen und die Stadt so erkunden. 
  • Im Sommer Badekleidung nicht vergessen. Der Sprung in die kühle Aare ist einmal erfrischend. 
  • Wer die Stadt überblicken möchte, dem sei neben dem besteigbaren Münsterturm und dem Rosengarten vor allem der Stadtberg Gurten empfohlen. Der per Tram und Drahtseilbahn zugängliche Hügel bietet eine schöne Parkanlage sowie eine wunderschöne Aussicht Richtung Stadt und Jura. Bei schönem Wetter unbedingt die Rasenflächen hinauf in Richtung Südost gehen. Dort entfaltet sich das eindrückliche Panorama des Berner Oberlandes. 


Referenzen

Eine Englische Version dieses knols finden Sie HIER.


Links 

Comments

Hallo Christian Schmid

Sie können Ihren Beitrag hier

http://knol.google.com/k/andreas-kemper/deutschsprachige-knols/8bgikaqot3ts/6#

einem größeren Publikum zugänglich machen, Sie finden auf der gut frequentierten Seite verschiedene Kategorien, in die Sie ihren Artikel verlinken können.

Falls Sie Fragen zu Knol haben, finden Sie in der Google-Group

http://groups.google.de/group/knol-users-de

eine kleine Community, die sicher auf Ihre Fragen eingehen wird. Hier werden auch neue Knols vorgestellt und Sie können ebenfalls ihre neuen Knols bekanntmachen.

Liebe Grüße
Andreas Kemper

Last edited Jan 23, 2009 10:23 AM
Report abusive comment
Christian Aurel Schmid
Christian Aurel Schmid
Political Analyst
Bern
Article rating:
Your rating:

Activity for this knol

This week:

51pageviews

Totals:

2138pageviews
1comments