Irland (irisch: Éire; englisch: Ireland), ein neutraler Staat auf der gleichnamigen Insel Irland, grenzt im Nordosten an das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland und ist Mitglied der Europäischen Union. Irische Wirtschaft
Irland, einst als das "Armenhaus Europas" bekannt, ist heute nach mehrjährigem starkem Wachstum einer der reichsten Staaten der EU und damit auch weltweit. Das inflationsbereinigte Pro-Kopf-Einkommen in Irland liegt innerhalb der EU nach Luxemburg auf Rang 2 und ist etwa 30 % höher als in Deutschland. Irland wird wegen seiner guten wirtschaftlichen Entwicklung oft "celtic tiger" ("keltischer Tiger", angelehnt an die asiatischen "Tigerstaaten") genannt. Die höheren Einkommen stehen jedoch auch teilweise sehr hohen Lebenshaltungskosten gegenüber, so dass ein 1:1-Vergleich nur schwer möglich ist.
Ein Grossteil des irischen Wirtschaftswachstums ist Resultat einer aggressiven Wirtschaftspolitik der irischen Regierung, die zahlreiche internationale Konzerne ins Land lockte und vor allem im Finanz- und Dienstleistungsbereich teilweise weltweit tätige Zentren schaffte.
Vor allem grosse High-Tech-Firmen haben Irland als europäischen Standort gewählt: Im Computer-Bereich etwa Intel, Dell, Apple und Hewlett-Packard, bei Software Microsoft und Symantec, bei Peripheriegeräten Xerox. Daneben findet man zahlreiche Internet-Dienstleister wie Google, eBay und PayPal sowie grosse Pharmafirmen wie Pfizer auf der Insel.
Mittlerweile ist neben dem Dienstleistungssektor die Bauindustrie einer der wichtigsten Arbeitgeber - wobei allerdings deren Wohlergehen stark von der Investitionsbereitschaft der Iren und vom weiteren Zuzug an Immigranten abhängig ist.
Wichtig ist allerdings, dass die irische Wirtschaft derzeit in einer Krise steckt - sowohl der Dienstleistungssektor wie auch die Industrie leiden unter Einsparungen und Abwanderung in billigere Regionen (östliche Teile der EU, Asien). Gleichzeitig bricht das Baugewerbe massiv ein.
Einwanderungsland Irland
Seit den 1990ern ist aus Irland, dem ehemaligen "Auswanderungsland", sogar ein "Einwanderungsland" geworden. Zahlreiche Arbeitnehmer vor allem aus Europa und den USA haben in Irland Anstellung gefunden. Die stärksten Einwanderergruppen sind Briten, Polen, Bürger der Balikumstaaten, US-Bürger, Chinesen und Nigerianer. Deutschsprachige Immigranten bilden dagegen nur einen kleinen Teil der Bevölkerung, man kann von weniger als 12.000 ausgehen.
Auch die Arbeitsmarktsituation hat sich in den letzten Jahren radikal geändert - war es im Jahre 2000 noch so gut wie unmöglich, als Deutschsprachiger nicht mindestens eine Anstellung im Servicebereich zu finden, sind heute die reinen Sprachkenntnisse nicht unbedingt mehr eine Beschäftigungsgarantie. Für ungelernte Kräfte ist oft nur ein Job im Bereich des Mindestlohnes erreichbar, die Konkurrenz durch andere Arbeitswillige ist äusserst stark.
Probleme in Irland
Irlands derzeit grösstes Problem ist die abschwachende Wirtschaft, die zusammen mit einer Überschuldung weiter Bevölkerungsteile und steigenden Kosten der Grundversorgung (Energie, Lebensmittel) zu einem katastrophalen Einbruch führen kann.
Weitere akute Probleme gibt es im Bereich des Umweltschutzes, des Gesundheitswesens sowie der Infrastruktur.
Irland in Daten
Amtssprachen - Irisch und EnglischHauptstadt - Dublin (Baile Áthe Cliath)
Staatsform - Parlamentarische Demokratie
Präsidentin - Mary McAleese
Premierminister (Taoiseach) - Brian Cowen (Fianna Fáil)
Regierung - Koalition aus Fianna Fáil, Grünen und Progressive Democrats
Fläche - 70.280 Quadratkilometer
Einwohnerzahl - 4.156.119 (Schätzung Juli 2008)
Bevölkerungsdichte - 55 Einwohner pro Quadratkilometer
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner - 43.100 US$
Währung - Euro
Zeitzone - GMT/UTC
Nationalfeiertag - 17. März (St. Patrick's Day)
Religion - mehrheitlich Römisch-Katholisch
Internationales Kraftfahrzeugkennzeichen - IRL
Telefonvorwahl - +353
Top-Level-Domain - .ie





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