II/40: shauchaat sva-anga-jugupsaa parair asamsargah
Durch die (erlangte) Reinheit hat man den Wunsch, den Körper vor dem Kontakt mit anderen zu schützen.
II/41: sattvashuddhi-saumanasya-ekaagrata-indriyajayaa-atmadarshana-yogyatvaani cha
Aus der Reinheit entstehen auch Klarheit des Geistes, innere Heiterkeit, die Kraft zur geistigen Sammlung, Beherrschung der Sinne und die Schau des Selbst.
II/42: samtoshaad anuttamah sukhalaabhah
Aus der Zufriedenheit erlangt man höchstes Glück.
II/43: kaaya-indriya-siddhir ashuddhi-kshayaat tapasah
Die Übungen der Selbsdisziplin lassen die Unreinheiten Schwinden und man erlangt Vollkommenheit von Körper und Sinnen.
II/44: svaadhyaayaad ishta-devataa-samprayogah
Durch das Studium (der heiligen Schriften) erlangt man die Vereinigung mit der erwählten Gottheit.
II/45: samaadhi-siddhir ishwarapranidhaanaat
Durch Hingabe an die Gottheit erreicht man den vollendeten Samadhi (versinkt man im Selbst).
II/46: sthira-sukam aasanam.
Die (Sitz-) Haltung sei fest und bequem.
II/47: prayatna-shaithilyaa-anantya-samaapattibhyaam
Diese (Sitz-) Haltung gelingt durch Entspannung und das Eintreten in unendliche Weite.
II/48: tato dvandva-anabhighaatah
Dann können keine Angiffe aus der Welt der Dualität mehr treffen.
II/49: tasmin sati shvaasa-prashvaasayor gati-vicchedah praanaayaamah
Nun folgt die Atemkontrolle, das Beenden der Bewegungen von Ein- und Ausatmung.
II/50: baahya-aabhyantara-stambha-vrittir desha-kaala-samkhyaabih paridrishto diirgha-suukshmah
Die Hemmung außerhalb (des Körpers, also nach der Ausatmung) und die Hemmung innerhalb (des Körpers, nach der Einatmung) übe man unter Beachtung des Ortes, der Zeit und der Anzahl bei stetiger Verfeinerung.
Im Buddhismus gibt es eine schöne Anweisung zu den Atemübungen:
„Da setzt sich, ihr Mönche, ein Mönch, nachdem er sich in einen Wald, an den Fuß eines Baumes oder an eine einsame Stätte begeben hat, mit gekreuzten Beinen nieder, den Körper aufgerichtet und erweckt das (rechte) Gedenken (sati). Besonnen atmet er ein, besonnen atmet er aus.
Atmet er lang ein, so ist er sich wohl bewußt: Ich atme lang ein';
oder atmet er lang aus, so ist er sich wohl bewußt: ,Ich atme lang aus';
oder atmet er kurz ein, so ist er sich wohl bewußt: ,Ich atme kurz ein';
oder atmet er kurz aus, so ist er sich wohl bewußt: Ich atme kurz aus'.
Jeden Atemzug voll empfindend will ich einatmen', so übt er sich;
jeden Atemzug voll empfindend will ich ausatmen', so übt er sich.
(Diesen) Körper-Prozeß beruhigend will ich einatmen', so übt er sich;
(diesen) Körper-Prozeß beruhigend will ich ausatmen', so übt er sich"
[J.W. Hauer, „Der Yoga, Verlag Bruno Martin, S. 168]
II/51: baahya-abhyantara-vishaya-aakshepii chaturthah
Es gibt es eine vierte Art, die über die Innere und die Äußere hinausgeht.
In der Meditation verläßt man nach und nach den Bereich von Ein- und Ausatmung, im Samadhi setzt der Atem ganz aus und man verweilt im Selbst.
II/51: baahya-abhyantara-vishaya-aakshepii chaturthah
Es gibt es eine vierte Art, die über die Innere und die Äußere hinausgeht.
In der Meditation verläßt man nach und nach den Bereich von Ein- und Ausatmung, im Samadhi setzt der Atem ganz aus und man verweilt im Selbst.
II/52: tatah kshiiyate prakaasha-aavaranam
Dann löst sich der Schleier, enthüllt das Licht...
II/53: dharanasu cha yogyata manasah
...und der Geist wird fähig zur Konzentration.
II54: sva-vishaya-asamprayoge chittasya-svaruupa-aukaara iva indriyaanaam pratyaahaarah
Die Sinne werden zurückgezogen und gehen ein in die seelische Welt – keine Bindung mehr an die Objekte.
II/55: tatah paramaa vashyata-indriyaanaam
Daraus entsteht der höchste Gehorsam der Sinne.
OM





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