Raja Yoga – Stress, Überlastungszustände, Tinnitus
Yoga-Übungen und vor allem eine dem Typ angemessene Ernährung sind essentielle Grundlagen der Gesundheit und unterstützen bei gesundheitlichen Problemen eine Behandlung, klären Sie jedoch gesundheitliche Beschwerden im Vorfeld immer mit Ihrem Arzt ab – hinter vermeintlich harmlosen Beschwerden könnten sich ernste Probleme verbergen.
Nehmen Sie keine Medikamente ohne Absprache mit dem Arzt oder Apotheker.
Die emotionalen Extremlagen Stress/Überlastungszustände und auf der anderen Seite die Depression/Gefühle der Sinnlosigkeit entwickeln sich zur Volkskrankheit und die Medikamente zur Bekämpfung dieser Zustände verkaufen sich in unglaublichen Mengen.
Asanas zur Stabilisierung:
Gleichgewichtshaltungen: Baum und Baum mit Variationen. Nataraj-Asana und Variationen. Garuda-Asana. Alle diese Stellungen entwickeln Gleichgewicht, Stabilität und Gelassenheit.
Dabei die Affirmation: Ich bin geerdet, meine Wurzeln reichen tief hinab, ich stehe fest, die Erde trägt mich, ich stehe stabil inmitten des Sturmes.
Simhasana, „der Löwe“, zur Beseitigung der inneren Spannungen.
Atemübungen:
Beruhigend wirkt die Wechselatmung: Rechtes Nasenloch sanft mit dem Daumen der rechten Hand schließen und links einatmen. Beide Nasenlöcher schließen (das linke mit dem Ringfinger) und die Luft anhalten. Rechts ausatmen, einatmen und wieder beide Nasenlöcher verschließen, Luft anhalten. Links ausatmen, einatmen usw. Diese Übung langsam und ruhig für ca. 15 Minuten durchführen.
Notprogramm bei starken Spannungszuständen:
-
Zweimal täglich 10 Min. tiefes Gähnen. Lassen Sie sich wirklich darauf ein, gähnen Sie so tief und genüsslich wie möglich, bis Ihnen die Tränen über das Gesicht laufen.
-
Zweimal täglich 20 Min. die Aufmerksamkeit 2 fingerbreit über dem Bauchnabel auf das Manipura-Chakra richten. Sie können sie dort kurz in den Bauch kneifen, um die Stelle zur besseren Ausrichtung zu markieren. Den Atem bewusst auf diese Stelle lenken.
-
Täglich Gartenarbeit. In der Erde wühlen.
(Das Notprogramm wirkt Wunder, das sei noch am Rande bemerkt.)
Keine nervenanregenden Substanzen: Kein Kaffee, keinen Tee, keinen Alkohol.
Warme Mahlzeiten zu regelmäßigen Zeiten. Milch, Ghee, Frischkäse, Sahne, Weizen, süße Früchte, Olivenöl, grüne Blattgemüse, Granatapfel, Datteln, grüne Bohnen, Kurkuma, Gartenkräuter.
Lernen Sie eine Meditationstechnik oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.
Man kann dann folgende Reihenfolge anwenden: Die Asanas, danach die Atemübungen und dann die Meditation oder die Muskelentspannung.
Bei diese einfachen Übungen wundert man sich, dass das schon alles sein soll. Nun gut, dass muss es auch nicht sein, aber befolgen Sie doch erstmal die o.e. Punkte wirklich konsequent, nehmen Sie sie ernst, trinken Sie nicht statt 6 Tassen Kaffee täglich jetzt nur noch vier, sondern verzichten Sie gänzlich auf Kaffee, Tee und Alkohol. Wenn man Kaffee gewohnt ist, bekommt man ohne den täglichen Kaffee nach ein/zwei Tagen ziemliche Kopfschmerzen, das sollte man vielleicht noch wissen. Die verabschieden sich aber nach einem weiteren Tag wieder. Wenn es Ihnen besser geht, machen Sie sich dann bloß nicht z.B. ein Tässchen Tee zu Belohnung, sondern halten Sie das Programm mindestens ein halbes Jahr durch.
Nein, auch nicht ein klitzekleiner Kaffee am Wochenende ist erlaubt. Trinken Sie halt heißes, gut abgekochtes Wasser. Gerade bei Tinnitus und ähnlichen Stressbeschwerden muss man das Programm konsequent verfolgen, so leid es mir auch tut :-)
Zum Thema Depression sollte folgender Textauszug hinreichen:
„Nach den neuen Erkenntnissen ist Spiritualität eine der Psyche innewohnende Eigenschaft und tritt spontan in Erscheinung, wenn der Prozeß der Selbsterforschung tief genug fortgeschritten ist. … Die Person, die den Zugang zu diesen Ebenen ihrer Psyche gewonnen hat, entwickelt automatisch eine neue Weltanschauung, in der Spiritualität den Rang eines natürlichen, wesentlichen und absolut lebenswichtigen Elements des Daseins einnimmt. Ich habe selber miterlebt, wie solche tiefgehende Wandlung ausnahmslos bei den verschiedenartigsten Menschen stattgefunden hat, bei verstockten Atheisten, Skeptikern, Zynikern, marxistischen Philosophen und positivistisch orientierten Wissenschaftlern. In Anbetracht dieser Tatsachen drängt sich die Vermutung auf, daß ein atheistisches, mechanistisches und materialistisches Weltbild und eine entsprechende Auffassung vom Leben eine tiefe Entfremdung vom eigenen Daseinskern, einen Mangel an echtem Selbstverständnis und eine psychische Verdrängung der perinatalen und transpersonalen Bereiche der eigenen Psyche widerspiegelt. Dies bedeutet auch, daß sich ein solcher Mensch einseitig mit nur einem Teilaspekt seines Wesens, charakterisiert durch das Körper-Ich und das hylotrope ("materialistisch-orientierte", Anm. des der Übersetzers.) Bewußtsein, identifiziert. Eine solche, verstümmelte Einstellung zu sich selbst und zur Existenz ist letztlich mit einem Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens und der Entfremdung vom kosmischen Prozeß behaftet. Unersättliche Bedürfnisse, Wettbewerbsstreben und krankhafter Ehrgeiz herrschen vor. ... Ein solches In-der-Welt-Sein zerstört auf die Dauer sowohl das Individuum als auch das Kollektiv.
Stanislav Grof „Geburt, Tod und Transzendenz“, S. 351, Kösel-Verlag
OM
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen ▼
Neuen Kommentar verfassen
Tut uns leid! Diese(r) Knol-Inhaber hat/haben Sie gesperrt, sodass Sie hier keine Kommentare, Bearbeitungen oder Vorschläge abgeben können.