Wellenreiten

Faszination am Spiel mit den Wellen

Seit Menschengedenken sind wir vom Meer und dem Ozean fasziniert. In Zentralafrika wurden Wellen verehrende Höhlenmalereien als Indiz für ein sehr frühes Surfen gedeutet. In Peru nutzten nachgewiesenerweise Fischer die Brandungswellen bereits etwa 2.300 vor Christus, um auf den Knien mit ihren Fischerbooten zurück zum Strand zu gleiten. Dennoch vermuten große Teile der heutigen Surfwelt den Ursprung im südpazifischen Polynesien.


Eingebettet in Kultur und das tief verwurzelte spirituelle Leben wurden die Surfbretter in zeremoniellen Zusammenkünften aus Bäumen geschnitzt und zu Wasser gelassen. Das Wellenreiten wurde über Jahrhunderte geliebt und, wann immer die Wellen ansehnlich waren, wurde alles - besonders die Arbeit - stehen und liegen gelassen, um im Wasser sein Seelenheil zu suchen.

Dann entdeckte 1778 Captain Cook die Hawaii-Inseln. Er brachte Hawaii neben Krankheiten, Waffen und unmenschlicher Ausbeutung besonders die Missionare, die das Surfen als Sinnbild nackter Lebensfreude verboten.

Das änderte sich erst Ende des 19ten Jahrhunderts. Der Tourismus boomte. Wellenreiten erlebt auf Hawaii eine Renaissance, die sehr eng mit dem Surf-Life-Saving verbunden ist. Das Surfboard wurde Rettungsmittel und die attraktiven Surfer mit ihren artistischen Fähigkeiten zur Touristenattraktion.

Ein besonders charismatischer Beachboy und Surfer war Duke Kahanamoku. Beeindruckender und gut aussehender Surfer und begnadeter Weltrekord-Schwimmer. Kahanamoku tourte zu Wettkämpfen auf der ganzen Welt, immer dabei: sein Surfbrett. So gelangte das Wellenreiten auf das amerikanische Festland und bis nach Australien über den gesamten Globus.

Der Fortschritt machte auch vor dem Wellenreiten nicht halt: Finnen wurden montiert und die Bretter wurden kürzer - die so genannte Shortboard-Revolution. Tom Blake höhlte die Bretter aus, um ihr Gewicht zu reduzieren. Neue Materialien (Fiberglas) fanden Verwendung und in den 1950er Jahren wurde von Jack O´Neill der erste Neoprenanzug erfunden. Surfschulen schossen wie Pilze aus dem Boden.

Parallel dazu entwickelte sich Wellenreiten zum Extremsport: Die gesurften Wellen wurden immer größer und extremer und die Manöver ständig radikaler. Das machte die Industrie und die Medien auf das Wellenreiten aufmerksam. Erste Companies entstanden. Die Surfmusik der Beachboys lockte die Menschen an die Strände .

Nach und nach entwickelte sich das Profisurfen: Wettkämpfe und Weltmeisterschaften wurden mit Unterstützung namhafter Sponsoren uns Leben gerufen.

Dennoch: Surfen bleibt die schönste Sache der Welt! Wenn an einem lauen Sommerabend der Wind plötzlich nachlässt und sich die kabbeligen Onshorewellen in glacy Perfektion nur Dir und Deinem Surf-Buddy zeigen...

Surfen bleibt Surfen! Und jeder hat die Chance, was zu erleben. Das Schöne daran ist, dass es hier einerseits um die besten, vielleicht nur sehr kurzen, aber die schönsten Momente des gesamten Lebens geht. Andererseits gehört alles Mühsehlige und nicht so Schöne genauso dazu und wird, ist es einmal überstanden, eine gute Geschichte, die ebenso ein Leben lang bleibt…

Wellenreiten ist...
... eine athletische Meisterleistung
... die Mutter des Windsurfens, Snowboardens, Skateboardens & Co.
... eine komplexe Ganzkörperbewegung in einer variablen und dynamischen Umwelt.
... manchmal die schwierigste Sportart der Welt und manchmal die einfachste Möglichkeit im Moment zu leben.
... ein spirituelles Erlebnis, bei dem die Begegnung mit der Natur tieferes Verständnis vom Leben bewirken kann.

Hang loose!

Weitere Infos findet Ihr unter http://www.sport2.de/surf.html.

Kommentare

Das Schönste

Ein sehr emotionaler Artikel, aber ob es beim Surfen um "die schönste Sache der Welt" und "die besten und schönsten Momente des Labens" geht, darf genauso bezweifelt werden, wie, dass es "die schwierigste Sportart der Welt" sei ;-)

Zuletzt bearbeitet 22.11.2008 15:12
Beleidigenden Kommentar melden

Eine Liste deutschsprachiger Knols ...

... habe ich hier gestartet:

http://knol.google.com/k/andreas-kemper/deutschsprachige-knols/8bgikaqot3ts/6#

Solange es noch keine offizielle Google-Knol-Funktion hierfür gibt, ist es vielleicht ein guter Notbehelf um andere deutschsprachige Knols zu finden und seinen zu verlinken.

Zuletzt bearbeitet 27.07.2008 15:44
Beleidigenden Kommentar melden