Auto (Automobil)

Automobil, Kraftfahrzeug, PKW, Wagen, Kraftwagen

Auto

Ein Auto (Automobil) ist ein mehrspuriges Kraftfahrzeug, das zum Transport von Personen und Gütern dient. Weitere Ausrücke für die motorisierten Gefährte sind Kraft- oder Motorwagen.

Der Begriff ist aus dem Griechischen (auto =selbst) und Lateinischen (mobilis = beweglich) abgeleitet und bedeutet dementsprechend selbstbewegend.


Auto 


Allgemeine Begriffsdefiniton 

Ein Auto (Automobil) ist ein mehrspuriges Kraftfahrzeug, das zum Transport von Personen und Gütern dient. Weitere Ausrücke für die motorisierten Gefährte sind Kraft- oder Motorwagen.

Der Begriff ist aus dem Griechischen (auto =selbst) und Lateinischen (mobilis = beweglich) abgeleitet und bedeutet dementsprechend selbstbewegend.

Diese Definition schließt im Prinzip auch motorisierte Krafträder, also einspurige Fahrzeuge und motorisierte Fahrräder, mit ein. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Begriff allerdings für motorisierte, nicht schienengebundene Kraftfahrzeuge eingebürgert. Darüber hinaus werden meist nur Pkw und selten auch Lkw gemeint. 

Das Automobil ist schneller und bewegt sich im Vergleich zu Zugtieren auch leichter Steigungen hinauf. Außerdem ist die Kraft des Autos im Vergleich zu seiner Masse verhältnismäßig groß, wodurch sich das Auto als Ersatz für Nutztiere bestens eignet. 
 

Geschichte des Autos 

Bis zum 18. Jahrhundert 

Das Automobil ist weitaus älter, als die meisten Menschen glauben. Schon vor einigen hundert Jahren wurden erste Automobile entworfen und gebaut. Die Grundlagen dafür entstanden aber schon vor über 4.000 Jahren: das Rad. Bereits vor Christi Geburt wurden Wagen entwickelt, die auf Rädern durch verschiedene Antriebsmechanismen fortbewegt werden konnten. Es war zwar noch kein Automobil dabei, allerdings durch Muskelkraft von Sklaven angetriebene Transportwagen. 

Neben weiteren Muskelwagen dauerte es jedoch einige Jahrhunderte, bis weitere Entwicklungen die Geschichte des Automobils vorantrieben. Leonardo DaVinci konstruierte einige Muskelwagen, während Simon Stevin wenig später einen funktionierenden Segelwagen baute, der bis zu 30 Personen befördern konnte. 

1674 war eines der entscheidenden Jahre für das Auto. Christiaan Huygens, ein niederländischer Physiker, entwickelte eine Kolbenmaschine mit Pulverantrieb. Er gilt damit als Urvater des Kolbenmotor-Prinzips, auf dem heute noch die meisten Automobile beruhen.

Der Durchbruch gelang dann mit Dampf: Nachdem Isaac Newton, Denise Papin und Thomas Newcomen die nötige Vorarbeit leisteten, komplettierte James Watt die Dampfmaschine, die durch Kolben betrieben wurde. Er gilt als Erfinder der direkt wirkenden Dampfmaschine. 

Ab dem 19. Jahrhundert 

Während des 19. Jahrhunderts experimentierten Wissenschaftler aus ganz Europa mit Dampf- Segel- und Muskelkraft-Autos. Die ersten großen Erfolge waren allerdings noch nicht zu vermelden. Dampf-Konzept-Autos beförderten zwar wenige Personen und schafften kürzere Strecken, allerdings waren sie immer noch teurer in der Produktion als Pferdekutschen.

Erst 1828 gab es den ersten mehr oder weniger regelmäßigen Dampf-Pendelbus-Verkehr  in England, zwischen London und Bath. Die ersten privaten Dampfwagen entstanden nur wenig später. 

1839 wurden dann Elektrofahrzeuge gebaut, jedoch nur, um 20 Jahre später durch den Gasverbrennungsmotor wieder vertrieben zu werden. Der Aufstieg der Elektrofahrzeuge ist heute jedoch wieder ein Thema für sich.

Kurze Zeit später arbeitete der Deutsche Otto dann einem späteren Meisterwerk, dem Viertakt-Ottomotor. 

Im auslaufenden 19. Jahrhundert war es dann Carl Benz, der den Verbrennungsmotor erfand. Relativ zeitgleich taten dies übrigens auch die Herren Daimler, Maybach und Marcus, allerdings alle unabhängig voneinander. Bertha Benz übernahm die erste Überlandfahrt, allerdings musste sie zwischendurch tanken, wodurch die erste Tankstelle der Welt in Wiesloch entstand. 

Eines der ersten Autos der Welt

Zwischen 1884 und 1889 machte die Automobilbranche enorme Fortschritte. Basierend auf einem Konkurrenzkampf zwischen Benz und Daimler, während letzterer mit Maybach zusammenarbeitete und diverse Automodelle schuf. Der von Daimler entwickelte Kutschenwagen erreichte übrigens 16 km/h. Der in Wien lebende Deutsche Marcus entwickelte eines der modernsten Modelle der damaligen Zeit, das heute am ehesten an moderne Automobile erinnert.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Autowerke in den USA und Europa gebaut. Daimler eröffnete Werke in Österreich und England, auch Peugeot öffnete seine Tore und produziert seit 1891 serienmäßig.

Eine der bedeutendsten Entwicklungen dieser Zeit stammt von einem Mann namens Rudolf Diesel, der den Dieselmotor erfand. Dieser wies einen höheren Leistungsgrad auf und wird bis heute genutzt. 

Das Auto im 20. Jahrhundert 

Das 20. Jahrhundert könnte auch das Zeitalter des Autos genannt werden, denn die Entwicklung und Verbreitung fand über das ganze Jahrhundert statt. Während zum Anfang des Jahrhunderts noch ein Konkurrenzkampf vorherrschte, entschied der Hubkolbenmotor schließlich das Rennen für sich.

Bis in die 1920er dauerte „die Schlacht“, bis sich der Benzinmotor schließlich endgültig durchsetzen konnte. Dass es dazu kam, ist unter anderem den billigen Erdölpreisen zu verdanken, andererseits dem technischen Fortschritt und der Effizienz des Benzins, das es erlaubt über große Strecken und/oder sehr schnell zu fahren. 

Es beginnt gleichzeitig eine Welle des industriellen Aufschwungs, so werden auch Autos mit Stahl bzw. Metall verkleidet, hydraulische Bremsen werden entwickelt und Ford beginnt mit der Fließbandproduktion. 1924 fusionieren schließlich die „Daimler Motoren-Gesellschaft“ und „Benz & Co.“ zur „Daimler-Benz AG“ und nehmen eine gewisse Vormachtstellung auf dem Automarkt ein. 

Die nächsten Jahre sind geprägt von Entwicklungen und Entdeckungen. Das Auto gerät immer weiter in den Fokus der Wissenschaft und Wirtschaft, sodass die Mittel immer weiter wachsen. Der Drehkolbenmotor wird 1933 entwickelt, 1940 das Automatikgetriebe. Goliath entwickelt 1951 die Benzindirekteinspritzung, Chrysler bietet im gleichen Jahr ein Auto mit Servolenkung an. 

Neben weiteren Entwicklungen, wie dem Scheibenwischer, Beckengurten oder Scheibenbremsen wurde 1963 das erste Auto mit Wankelmotor gebaut. Bereits1967 wurden elektronische Einspritzungen von Benzin entwickelt. Den ungeheuren Marsch, den die Autotechnologie in diesen Jahren hinlegte, ist 1970 deutlich zu spüren, als das erste Auto auf dem Mond fuhr. Bei einer der Mondlandungen wurde ein Mondauto genutzt, was durchaus als großer Triumph des Autos gefeiert werden kann. Weitere Meilensteine sind neben Straßenautos mit Allrad-Antrieb die von General Motors entwickelten Benzinmotor-Katalysatoren (1974) und das erste Auto mit elektronischem Anti-Blockier-System (ABS, 1978), der Mercedes S-Klasse. 

Die größten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte sind der Airbag (1980), der Erdgasantrieb (1984), Katalysatoren für Dieselmotoren (1990) und das Elektronische Stabilitätprogramm (ESP, 1995). Im Jahr 1997 ging erstmals ein Fahrzeug mit Hybridantrieb als Serienproduktion vom Band. 
 

Im 21. Jahrhundert 

Das Auto wird und wurde im 21. Jahrhundert deutlich weiterentwickelt. Es sind mehrere Tendenzen erkennbar, wovon zwei Unterhaltung bzw. Komfort sind. Es werden mehr Medien, wie Navigationssysteme, ins Auto integriert. Die Entwicklung geht außerdem zum robusten Leichtbau, wodurch der Verbrauch im Durchschnitt sinkt. Dies wird durch schwerere, da leistungsfähigere Motoren und zusätzliche Sicherheits- und Komfortaustattungen wieder ausgeglichen.  

Die Studie eines modernen Mercedes Benz

Der Trend geht außerdem weg vom Verbrennungsmotor und hin zum Elektroauto. Durch hohe Erdölpreise und zunehmende Umweltbelastungen könnte die Ära des Verbrennungsmotors bald zu Ende gehen. 
 

Sicherheit des Autos 

Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sterben jährlich 1,2 Millionen an direkten Folgen eines Verkehrsunfalls. In Deutschland ist die Entwicklung der Verkehrstoten allerdings rückläufig – und das trotz größerer Anzahl an Autos und höherem Fahrpensum pro Auto. Dies wird als großer Erfolg in der Sicherheitsgestaltung von Auto und Verkehr gesehen. 

Grundsätzlich kann zwischen Sicherheitseinrichtungen im Auto unterschieden werden. Man trennt die passiven von den aktiven Einrichtungen. Zu den passiven Sicherheitseinrichtungen gehört der Sicherheitsgurt zum Beispiel, aber auch Kopfstützen, Airbag oder Überrollbügel. Diese Sicherheitsmaßnahmen sollen einen Unfall, der nicht mehr zu verhindern ist, in seinen Folgen schwächen. Die aktiven Sicherheitseinrichtungen sollen einen Unfall verhindern oder seine Schwere mildern. Dazu gehören ABS und ESP.

Außerdem gibt es persönliche Maßnahmen, wie defensives Fahren, Einhalten der Verkehrsvorschriften und professionelles Fahrtraining. Für passive Verkehrsteilnehmer gibt es Verkehrserziehung, zum Beispiel für Kinder. 

In einigen europäischen Ländern herrscht außerdem die Lichtpflicht. Diese ist allerdings in der Kritik, da zum Beispiel in Norwegen mehr Verkehrstote zu beklagen waren, als in den Jahren vor der Einführung des Gesetzes 1985. 
 

Auswirkung der Automobilisierung 

In der Wirtschaft hat das Automobil entsprechende Auswirkungen. Über 2.500 Unternehmen hat es seit Beginn des 20. Jahrhunderts gegeben, die Autos produziert haben. Heute kann die Zahl derer, die Autos, Autozubehör oder ähnliches verkaufen, nur geschätzt werden. Viele Autoproduzenten haben übrigens auch Fahrräder, Metall- und Stahlwaren oder Waffen hergestellt. 

Besonders die Mobilität ist durch die Automobilisierung gestiegen, wie das Wort bereits ausdrückt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Reichweite, die Reisegeschwindigkeit der Komfort und die Individualität im Vergleich zu z.B. Flugzeugen oder Bahnen ist enorm. Dadurch steigt auch die persönliche Flexibilität, sodass insgesamt umgedacht werden konnte. In Deutschland sind über 50.000.000 Autos zugelassen und sind für den Transport von Personen und Gütern zuständig. 

Nachteilig wirkt sich das Auto auf den Platzmangel in Städten aus. Es kommt zu Staus und stockendem Verkehr, außerdem zu Parkplatzmangel. Stadtzentren werden daher, wenn möglich, vom Autoverkehr abgeschottet, um ein Stückchen grüne Natur zu erhalten, da die Schadstoffbelastung durch die wachsende Zahl an Fahrzeugen stetig steigt.  

Automobile haben es jedoch auch ermöglicht, dass Produkte innerhalb von Stunden produziert und vertrieben werden können. Leicht verderbliche Waren, wie Milch oder Fleisch, kann so frisch an Supermärkte verteilt werden. Im Baugewerbe haben sich spezielle Mobile, wie Baukräne, bewährt, welche die Bauzeit deutlich verkürzen können. Ebenso profitieren wir durch Betonmischer, die ein Sinnbild für den Begriff der „Just-in-time-Produktion“ darstellen. 

Die Gesundheit hat unter Autos bisher vor allem in der Stadt gelitten. Einerseits ist dies durch die Abgase zu erklären, wodurch Feinstaub und Smog gefördert werden. Giftige Substanzen geraten hierbei in die Luft und schädigen jeden, der diese einatmet. Weiterhin kann der Lärm der Straßen zu Erkrankungen führen. 

Einer der Hauptargumentationsansätze gegen das Auto ist die Belastung der Umwelt. Durch die Verbrennung des fossilen Brennstoffes Erdöl werden jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2  ausgestoßen. Dies trägt erheblich zum Treibhauseffekt bei, wodurch die Erderwärmung verstärkt wird. Dies schlägt sich im Klima nieder. Ironischerweise kriegen vor allem Nationen mit wenig Autos die Auswirkungen dieser Klimaänderungen zu spüren. 

Weiterhin ist vor allem Erdöl ein seltener Rohstoff, der dadurch wirtschaftlich und politisch sehr wichtig wird und zu Konflikten führte und führt, die bin hin zu militärischen Handlungen laufen.

Bedenklich ist außerdem der enorme Ressourcenverbrauch pro Kraftwagen. Vor allem der Wasserverbrauch pro Auto macht vielen Forschern sorgen: Mindestens 20.000 Liter Wasser können so, laut Greenpeace, pro Auto anfallen. Dieses Wasser findet den Weg in Kläranlagen und muss hier teuer aufbereitet werden. Wird das virtuelle Wasser berechnet, so können sogar über 300.000 Liter pro Automobil nötig sein. 
 

Motor eines BMW

„Mehr als ein Auto“ 

Das Automobil ist in Deutschland, und darüber hinaus in vielen weiteren Teilen der Welt, mehr als nur ein Transportmittel. Ein Auto verhilft zu Mobilität und Flexibilität – es schafft Freiräume und nimmt uns trotzdem Platz. Neben allen Vor- und Nachteilen ist das Auto ein äußerst beliebter Begleiter geworden, der mit seinem Ruf als „zweites Zuhause“ punkten kann. 

Leider geht es hierbei auch immer um Prestige: Wer hat ein Auto? Wer hat welches Auto? Frei nach dem Motto „Zeig mir dein Auto, und ich sag dir, wer du bist“, entstand in den letzten Jahrzehnten eine großflächige Prestigebewegung, die durch zahlreiche Autohersteller und Nobelkarossen verstärkt wurde. 

Außerdem hat die Wirtschaft großes Interesse an einem starken Automarkt, darum produziert sie auffallend viel Werbung. Ging der Trend dort früher allerdings noch Richtung Luxus und Freiheit, spielen viele Hersteller mehr auf Service, Komfort und das „zweite Zuhause“ an. Die Auutoindustrie in Deutschland ist ein starker Zweig, der die Wirtschaft enorm stützt, daher stehen hier hohe Umsätze an erster Stelle. 

Der wirtschaftliche Nutzen, unser persönlicher Nutzen und die Freude am Auto sind drei Faktoren, die dem Kraftfahrzeug den Weg vorgezeichnet haben und ihn zu einem so mächtigen Werkzeug hat werden lassen. 

Der enorme Erfolg des Autos hat auch einige Interessenverbände entstehen lassen: Automobilclub von Deutschland (AvD) wurde bereits 1899 gegründet, während der ADAC 1911 aus der Deutschen-Motorradfahrer-Vereinigung hervorgegangen war. Der heute größte Club Europas stellt die bekannteste Autofahrergemeinschaft, die heutzutage oft nicht mehr als eine Zweckgemeinschaft zu Versicherungszwecken ist. 

Zum Abschluss ein interessanter Fakt über Autos:

Mit der für die Produktion nötigen Energie könnte man ein Auto 10 Jahre lang fahren.





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Erik Preusker


Kommentare

Leichtbau

Leider geht der Trend nicht zum Leichtbau - im Gegenteil.
Ein heutiger Golf wiegt das Doppelte der ersten Modelle und auch die sogen. Hybrids zeichnen sich durch Gewicht aus - neuere sogar über 2,5 Tonnen.
Grund sind überzogene Sicherheitsanforderungen, welche nur durch Masse eingehalten werden können. Dazu kommen Isolationen und Komfort. Gut sieht man die Gewichtszunahme an den Sitzen. Mit Elektromotoren wird alles Mögliche bewegt, was dann natürlich weit stabiler konstruiert sein muss, damit es im Havariefall trotzdem hält.

Die Antriebstechnik geht zum Elektromotor - wie im Artikel erwähnt. Als Übergang wird die fehlende Akku-Kapazität durch einen Verbrennungsmotor unterstützt, der mit konstanter Drehzahl auflädt (ähnlich einer Diesellok). Wasserstoff dürfte durch teure Herstellung und der Neigung, sich mit Luftsauerstoff in Knallgas zu wandeln, nicht sinnvoll sein.
Biotreibstoffe sind eine gefährliche Entwicklung, da sie zu Ernährungs-Engpässen führen.

Ideal wäre ein wirklicher Leichtbau, wobei man die cw-Werte ruhig etwas vernachlässigen könnte. Schliesslich wird nur selten mit hoher Geschwindigkeit gefahren und "cw" ist eine augenwischerische Angabe, welche mit dem Luftwiderstand nur wenig gemein hat.

Zuletzt bearbeitet 03.12.2008 01:12
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Erik Preusker
Erik Preusker
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