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Hotel

Hotels, Pension, Unterkunft, Motel, Hostel

Ein Hotel ist ein dem Hotel- und Gaststättengewerbe zuzuordnendes Unternehmen, das gegen Bezahlung Verpflegung und Beherbergung anbietet. Hotels gehören zur Tourismus Branche, sind aber von der Pension zu unterscheiden.


Hotel 


Allgemeine Begriffsdefinition

Ein Hotel ist ein dem Hotel- und Gaststättengewerbe zuzuordnendes Unternehmen, das gegen Bezahlung Verpflegung und Beherbergung anbietet. Hotels gehören zur Tourismus Branche, sind aber von der Pension zu unterscheiden. 
 

Geschichte und Bedeutung 

Aus dem Französischen stammt das Wort „hôtel“, dass sich vermutlich von „(h)ostel“ (altfranz.) und „hospitale“ (lat.) ableitet. Letzteres bedeutet so viel wie Gastzimmer, während das hôtel ein Ausdruck für Adelshäuser in Frankreich (vor allem Paris) im 18. Jahrhundert war. So gelang das Wort in den Umlauf und wurde in den meisten Sprachen übernommen. 

Laut Raoul Schrott, einem Schriftsteller aus Österreich, geht das Wort Hotel auf die römische Göttin Hestia zurück, die Zeus an die Feuerstelle schickte, um Gäste willkommen zu heißen und zu bewirten. 

Das erste Hotel wurde angeblich 1774 von einem englischen Friseur eröffnet. Im Covent Garden soll er das Grand Hotel eröffnet haben. Erstmals gab es eine spezialisierte Einrichtung, die nicht nur auf preiswerte Unterkunft oder Verköstigung ausgerichtet war. In den USA und anschließend auch auf dem Rest der Welt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg. 
 

Ein Hotel

Klassifizierung von Hoteltypen 

Das Geschäft mit Hotels bezeichnet sich selbst als Hotellerie. Längst schon nicht mehr sind Hotels bloße Unterkünfte – um verschiedene Gästebedürfnisse abdecken zu können, werden verschiedenste Hoteltypen eingerichtet. Die unterschiedlichen Betriebsarten können anhand von einigen Kriterien erklärt werden. 

  • Verpflegung

Die Verpflegung wird in drei Kategorien eingeteilt. Die Vollpension bietet sowohl Frühstück, als auch Mittag- und Abendessen. Die Halbpension bietet neben dem Frühstück nur eine weitere Mahlzeit an, während „Hotel garni“ der Ausdruck für ein Hotel ist, dass nur Frühstück offeriert. 

  • Zielgruppe

Hierbei werden Hotels nach der Eignung für eine Zielgruppe eingeteilt. So gibt es zum Beispiel Nichtraucher-Hotels, Kinder- oder Frauenhotels. Letztere werden in den USA auch seltener zu Pensionszwecken genutzt, sollte der Preis stimmen.  

  • Aufenthaltszweck

Der Aufenthaltszweck kann zum Beispiel in einem Kur- oder Wellnesshotel ein ganz anderer sein, als in Studenten-, Sport- oder Freizeithotels. Bekannt sind außerdem Business- bzw. Kongress- oder Seminarhotels. Zu unterscheiden sind diese Hotels von Resorts, die meistens ganze Hotelanlagen darstellen. 

  • Lage

Die Lage ist für Urlauber oft einer der ausschlaggebenden Faktoren für die Hotelwahl. Besonders Strand- bzw. Meernähe wird geschätzt. Wichtig ist vielen Touristen aber auch, ob das Hotel in einer sozial schlechten Umgebung liegt, ob Baustellen oder Industrie in der Nähe sind. Auch der Ausblick ist hier oft essentiell. 

  • Umgebung

Die Umgebung sagt aus, ob das Hotel in einer Stadt, auf einem Berg oder an einem Strand liegt. Auch Parkhotels und Seehotels sind bekannt. 

  • Verkehrsanbindung

Hier seien vor allem Bahnhofs- und Stadthotels genannt, die die besten Verkehrsanbindungen besitzen. Dieser Hoteltyp hat eine ganze Branche ins Leben gerufen, die sich nur mit dem kurzzeitigen Beherbergen von Durchreisenden oder Geschäftsleuten spezialisiert haben. So entstanden auch Motels, die vor allem in den USA Verbreitung finden. 

  • Reiseform

Die Reiseform unterscheidet, ähnlich wie Aufenthaltszweck oder Zielgruppe, in klassische Kategorien. Man unterscheidet zwischen individuell Reisenden, Gruppenreisenden, sowie Geschäftsreisenden. 

  • Betriebsdauer

Die Betriebsdauer beschreibt, wann das Hotel geöffnet hat. Man unterscheidet zwischen Ganzjahres- und Saisonbetrieben. Die Saisonbetriebe werden weiter in Einsaison- und Zweisaisonbetrieb aufgeteilt. 

  • Betriebsgröße

Die Betriebsgröße hängt von den Betten ab. Von 20-70 Betten spricht man von einem Kleinbetrieb, 71-150 Betten machen einen mittelgroßen, und 151 und mehr Betten einen Großbetrieb. 

  • Unternehmensform

Bekannte Unternehmensformen in der Hotelbranche sind Aktiengesellschaften und GmbHs, Inhaber- und Pachtbetriebe und auch Genossenschaften werden ebenfalls aufgefunden. 

  • Sonderform

Sonderformen gibt es heutzutage nicht zu wenig. In der immer hektischer werdenden Geschäftswelt und den schwindenden Räumen in Großstädten, kommen nun sogar Kapselhotels zum Einsatz, deren „Hotelzimmer“ aus kleinen Kapseln besteht, die mit einem einzigen Bett ausgestattet sind. Besonders in Japan sind diese Hotels beliebt, in der man für wenig Geld eine Nacht verbringen kann. Sanitäre Einrichtungen sind in der Regel gemeinschaftlich zu nutzen.

Weiterhin gibt es zum Beispiel Hotels auf dem Meer, in Form von Kreuzfahrtschiffen. Geplant sind weiterhin Hotels im Weltall und auch am Meeresgrund sollen Unterkünfte entstehen.

Eine weitere aufkommende Hotelform ist das Stundenhotel, das vor allem von Liebespärchen und Prostituierten genutzt wird. In Japan sind die so genannten Love Hotels sehr beliebt und normal, nur wenige dieser Hotels, zum Beispiel an Flughäfen, wenden sich tatsächlich an Reisende. 
 

Betriebsorganisation 

Die Betriebsleitung eines Hotels muss sehr vielfältig sein. Der Hoteldirektor übernimmt viel Verantwortung und muss, bei größeren Hotels umso mehr, immer genug Know-How für den großen Aufgabenbereich mitbringen, den er abdeckt. Zu seinen Aufgabenfeldern gehört neben der Kundenbetreuung auch ein großes Maß an betriebswirtschaftlichem Controlling und Marketing. Je größer das Hotel, desto größer auch die Vertretungsebene des Direktors, der Assistenten und Chefs für verschiedene Sektoren einteilen kann. Kleinere Entscheidungen und tägliche Einkäufe werden in der Regel selbstständig vom Personal durchgeführt. 

In Deutschland ist es möglich, ein Hotelbetriebswirtschaftsstudium als Aufbaustudium durchzuführen. 
 

Arbeitsbedingungen 

Das „Hotelfach“ ist ein Gewerbe, dass sehr abwechslungsreich sein kann, aber auch mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten zu tun hat und Stress quasi zur Ausbildung mitbringt.  

Besonders bekannt sind die Arbeitszeiten vieler Hotelfachkräfte, die sich nicht nur bunt abwechseln, sondern oft auch noch viele Überstunden verursachen können. Die Bezahlung ist für die meisten Angestellten eher mager, vor allem im Vergleich zum Arbeitsaufwand und den Arbeitszeiten. Üblich sind vielerorts auch Zeitverträge, für Saisonarbeiter. 
 

Leistungen 

Das Hotel wird in vier Leistungsstellen(/-bereiche) unterteilt, die die vier grundlegenden Leistungen jedes Hotels darstellen.

Die Verpflegung wird durch Küche, Restaurant, Bar, Bankett- und Etagenservice bestimmt. Das Logement umfasst Reservierung, Empfang und die gesamte Hauswirtschaft. Die Logistik beinhaltet die Lagerhaltung, das Magazin, das Einkaufsbüro und die Warenkontrolle. Schließlich ist es noch die Verwaltung, die alle operativen Gegenstände kontrolliert. Sie besteht aus der Direktion, der Buchhaltung, dem Rechnungswesen, Controlling, Marketing, Personalabteilung und das Sekretariat. 
 

Luxushotel in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Hotellerie als Wirtschaftsfaktor 

In Deutschland wurde 2006 ein Gesamtumsatz von 18,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. In über 45.000 Beherbergungsbetrieben waren 329.000 Menschen beschäftigt. 

Am Beispiel der Schweiz wird der Stellenwert der Tourimusbranche und der Hotellerie gut deutlich:

Das Hotelfach ist das Rückgrat des schweizerischen Tourismus. Trotz einer geringeren Einwohnerzahl also London, besitzt die Schweiz über 250.000 Betten, während London mit nur knapp 200.000 auffahren kann.. Die Schweiz verfügt also über ein überdurchschnittliches hohes Bettenvorkommen. Die meisten Unterkünfte sind kleinere Hotels, mit 50, 20 oder weniger Betten, in denen rund CHF 8,5 Mrd. pro Jahr erwirtschaftet werden. 
 
 
 
 

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Erik Preusker

 
 
 

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