Shisha

Wasserpfeife, Wasserpfeifen, Hookah, Schischa, Nargile

Die Shisha, auch Sheesha, Schischa oder Nargile, ist eine Wasserpfeife (engl.: hookah) aus dem orientalischen Raum. Der Begriff stammt vermutlich aus dem Persischen und leitet sich vom Wort „Glas“ (shishe) ab. Der Begriff ist übertragen worden und wurde in Indien, Nordafrika und Arabien genutzt. Zurück geht der Begriff auf das Sanskrit-Wort für „Kokosnuss“ und deutet so auf die ersten Nutzungsweisen hin.

Die Shisha wird, im Gegensatz zur Bong, zum Konsum von feuchtem Fruchttabak verwendet, auch wenn im Orient noch „Argilehs“ als Haschisch-Pfeifen genutzt werden.


Shisha

(Wasserpfeife) 
 

Allgemeine Begriffsdefinition 

Die Shisha, auch Sheesha, Schischa oder Nargile, ist eine Wasserpfeife (engl.: hookah) aus dem orientalischen Raum. Der Begriff stammt vermutlich aus dem Persischen und leitet sich vom Wort „Glas“ (shishe) ab. Der Begriff ist übertragen worden und wurde in Indien, Nordafrika und Arabien genutzt. Zurück geht der Begriff auf das Sanskrit-Wort für „Kokosnuss“ und deutet so auf die ersten Nutzungsweisen hin.

Die Shisha wird, im Gegensatz zur Bong, zum Konsum von feuchtem Fruchttabak verwendet, auch wenn im Orient noch „Argilehs“ als Haschisch-Pfeifen genutzt werden. 
 

Geschichte der Shisha 

Der Ursprung der Shisha wird oft in Indien vermutet. Anderen Informationen zufolge, wurden erste Shisha-Reste in Zentralafrika gefunden. Dort sollen vor 700-800 Jahren die ersten Wasserpfeifen-Konstruktionen entstanden sein. Das Prinzip basierte auf dem selben, wie es in Indien verwendet wurde: Eine Kokosnuss soll als erste Wasserpfeife hergehalten haben müssen, in Verbindung mit einem Bambusrohr, welches als Rauchsäule gedient haben mag. Die Ursprünge nicht geklärt, das Wort „Shisha“ wurde aber wohl erstmals im Persischen verwendet, basierte in anderen Regionen auf dem Wort für Kokosnuss, nämlich: „nargile“, „nargila“ oder „narikela“, je nach Region und Zeitraum.

Die ersten modernen Wasserpfeifen entstanden in Ägypten. Dort entwickelte sich die Gestalt, die bis heute im Grundzügen übernommen wird. Schnell gelang dann die Integration in die Gesellschaft. Es wurden Teehäuser gebaut und das gemeinschaftliche Rauchen der Shisha gilt heute noch als Symbol der Gastfreundlichkeit. Die Shisha breitete sich in den letzten Jahrhunderten von Ägypten, über Tunesien, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate aus, ist von Jordanien bis in die Türkei und Indien bekannt gewesen. Besonders das Herz Arabiens hat sich zu einer Hochburg der Shisha herauskristallisiert. Viele große Erfindungen und besonders guter Shisha Tabak kommen aus dieser Region. 

Vor wenigen Jahren schaffte die Shisha den Sprung nach Europa und Nordamerika, wo sich Bars, Shops und Cafés bildeten, die sich die Shisha als Motto nahmen. 
 

Eine Dabes Hookah Wasserpfeife

Die Wasserpfeife 

Der Aufbau der Shisha ist recht einfach erklärt, die Funktion ebenfalls. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die einzelnen Teile der Shisha und lernen Sie alles zur Funktionsweise und den Wirkungen des Shisharauchens. 

Die Bowl 

Funktion: 

Die Bowl ist das Glas, welches meist den Fuß der Shisha bildet. Von mir oft liebevoll als „Basis“ bezeichnet, steht die Shisha meist auf dem Glasbehälter, der sich als „Bowl“ bei uns eingefunden hat. Die Hauptfunktion ist die Lagerung des Wassers, das der Wasserpfeife seinen Namen gab. Das Wasser wiederum hat seine eigenen Funktionen: Kühlen und Filtern.  

Wirkung: 

Die Bowl ist eines der vier Elemente, die untrennbar zur Shisha dazu gehören. Daher ist sie unerlässlich für jeden Shisha-Raucher. Sie soll die Shisha, vor allem den entstehenden Rauch, kühlen und eine Filterwirkung erreichen. Bowls sind zwischen wenigen Zentimetern, bis zu einem halben Meter groß. Sie sind heute meist aus Glas, doch auch Kunststoff, wie Acryl, Ton und Metall sind bekannte Materialien für die Herstellung des Wasserbehälters.

Die Kühlung erfolgt so: Das Wasser, dass in die Bowl gefüllt wird, sollte möglichst von Grund auf schon kalt sein. Die Rauchsäule steckt im Wasser und wird so gekühlt. Dieser Effekt geht eine Wechselwirkung mit dem durch die Rauchsäule gleitenden Rauch ein, der sich abkühlt. Die Kühlung sorgt für ein angenehmeres Empfinden des Rauchs, da er die Kühlung recht schnell annimmt und sich erst in den Lunge wieder aufwärmt.

Die Filterwirkung ist eine deutlich umstrittenere Eigenschaft, die weitere wissenschaftliche Klärung   benötigt. Abgesehen von Quellen, die nur mangelhaft auf das Thema eingehen und sich von deutlichen Ergebnissen distanzieren, gibt es einige Beobachtungen und Erklärungsversuche, die hier helfen können. Die Filterfunktion des Wassers ist gegeben, es werden vor allem Kondensate gefiltert, die während der Erhitzung entstehen. Weiterführende Fragen und kritische Denkanstöße werden im Folgenden noch behandelt. 
 

Die Rauchsäule 

Die Rauchsäule bezeichne ich immer gerne als „Herzstück“ der Shisha. Sie verbindet alle Elemente miteinander und ist schlichtweg unerlässlich für ein funktionierendes System. Die Rauchsäule steckt in der Bowl, hat einen Anschluss für den Schlauch / die Schläuche und einen Aufsatz, auf/in den der Tabakkopf gesteckt werden kann. Seltener ist die Rauchsäule mit anderen Elemente dauerhaft verbunden, wie zum Beispiel bei kleinen Modellen mit dem Schlauch.

Verwendete Materialien sind heute vor allem Metalle, mit eventuellen Applikationen oder Verzierung aus Holz oder Kunststoff. Die Rauchsäule an sich besteht oft aus Messing, Aluminium oder Eisen, mit Chrom- oder Edelstahl-Überzug. Je nach Qualität und gewünschtem Gewicht wird hier unterschieden.

In der Regel haben Rauchsäulen ein Abluftventil, dass Luft herausblasen lässt, aber keine Luft hineinlässt. Dies wird verwendet, wenn der Rauch schlecht schmecken sollte oder zu heiß ist. 

Funktion: 

Die Rauchsäule leitet den entstandenen Rauch vom Tabakköpfchen in die Bowl, wo er dann über den Schlauch eingesogen wird, der ebenfalls an der Rauchsäule befestigt ist. Die Rauchsäule ist also im Prinzip das „System“ das dahinter steckt. Weiterhin hat auch die Rauchsäule kühlende und Filterfunktionen, die sich jedoch nicht so stark bemerkbar machen, wie sie tatsächlich sind.

Die grundlegenden Funktionen der Rauchsäule bei einer Shisha können also damit zusammengefasst werden, dass die Rauchsäule alle Elemente aneinander bindet und das System zum Funktionieren bringt. 

Wirkung: 

Natürlich ist Rauchsäule nicht gleich Rauchsäule. Abgesehen von verschiedenen Materialien und Anfälligkeiten für Wasser oder Verunreinigungen (s. Reinigung), gibt es natürlich ganz verschiedene Größen, Ausmaße und Formen.

Die Größe ist ausschlaggebend für den Geschmack und die Kühlung. Je länger das Rohr ist, desto mehr kühlende Fläche kann dem Rauch geboten werden. Da die Rauchsäule jedoch auch eine Filterung durchführt, ist bei längerem Rohr also auch die Intensität des Rauchs – und damit der Geschmack – etwas geringer. Die genaue Filterung der Rauchsäule kann kurz und knapp erklärt werden. Es handelt sich um eine Ablagerung von Teilchen an der rauen Wand des Rohrs. Idealerweise ist das Rohr von innen nicht poliert, sondern „angeraut“, um möglichst viele Ablagerung aufnehmen zu können. Oft sind es auch Melassereste die an ihr haften bleiben. Zu sehen sind diese Rückstände beim Reinigen. Besonders deutlich wird der Unterschied bei einem Vergleichsrauchen zweier Shishas mit möglichst unterschiedlichen Höhen. Ich habe ein Modell mit guten 25 cm verglichen mit einem Monster von einem Meter Höhe. Der Unterschied ist deutlich spürbar, es gibt aber keinen „Gewinner“, da beide Pfeifen ihre Vor- und Nachteile haben. 
 

Der Tabakkopf 

Der Kopf, Topf, Tabakkopf, Tabakköpfchen, Tabaktopf, Tontopf oder -kopf, liebevoll auch „Köppi“  genannt, ist für den Shishatabak die erste Station auf dem Weg in unsere Lungen. Der Kopf ist meist aus Ton, aber gelegentlich auch aus Bimsstein, Glas oder Metall. Er ist ein nach oben hin offenes Gefäß, dass unten mit Löchern versehen ist und in oder auf einem Anschlussstück der Rauchsäule sitzt. Es gibt mittlerweile auch Sondermodelle, die mit einem Aufsatz arbeiten, dabei aber mehrere Köpfe oder Kammern in einem Kopf vereinbaren. 

Funktion: 

Der Tabakkopf beinhaltet den Shishatabak, der erhitzt und verdampft werden soll. Der Tabak kann über die Löcher im Kopf verdampfen und nach unten gesogen werden. Das Material muss natürlich hitzeresistent sein und darf keinerlei Schadstoffe freisetzen. Außerdem muss er eine große Oberfläche haben, um der Kohle genug Platz zu bieten. 

Wirkung: 

Je kleiner der Kopf, desto weniger Tabak passt natürlich hinein, desto kürzer also auch die Rauchdauer. Der Kopf ist außerdem ein wichtiger Faktor für die Schädlichkeit. Ist er zu flach, kann der Tabak schnell anbrennen und so erst richtig schädlich werden. Der Kopf sollte daher immer groß genug sein, um den Kopf zur Hälfte befüllen zu können und damit lange genug zu rauchen.

Weiterhin sollten die Löcher nicht zu klein und nicht zu groß sein. Sind sie zu klein, kann der Tabak die Löcher zu leicht verdecken, was ein schweres Ziehen zur Folge hat. Sind sie zu groß, können Tabakstücke leicht in die Bowl fallen, genauso wie überschüssige Melasse die Rauchsäule hinabläuft. Dies hinterlässt unangenehme Verunreinigungen und kann der Qualität der Shisha zusetzen. 
 

Der Schlauch 

Der Schlauch ist unser direkte Kontakt zu der Shisha, durch ihn bekommen wir, was wir im Endeffekt wollen: Rauch. Oder Dampf? Später mehr dazu. Der Schlauch leitet den Rauch in unsere Lungen. Er ist meist zwischen 1-2 Metern lang, je nach Größe der Shisha, und hat eine Metallspirale im Inneren. Diese Spirale ist idealerweise aus rostfreiem Metall, da der wasserdampfhaltige Rauch das Material sonst angreift und uns eine schöne Sache beschert: Rost und „Dreck“ im Schlauch, der beim Ziehen im Mund landet. Und das ist eine wirklich, wirklich eklige und unnötige Angelegenheit, die sich auch durch Reinigung nicht beheben lässt. Darum sollte schon beim Kauf unbedingt auf eine rostfreie Metallspirale geachtet werden. Die Haut des Schlauchs bestand früher Tatsächlich aus echter Ziegen- oder Kamelhaut, heute allerdings wird meist Kautschuk bzw. Kunstleder verwendet. Die Anschlüsse sind meist durch Holzstücke verstärkt,  oft auch durch Metallstücke, die z.B. das Mundstück bilden und angenehm auf die Lippen wirkt. 

Funktion: 

Der Schlauch ist direkt an die Rauchsäule angeschlossen. Er hat die direkte Verbindung zum Hohlraum in der Bowl, in der sich der Rauch sammelt. Durch den Schlauch wird gezogen, damit ein Unterdruck erzeugt, der erzeugt, dass der die Kohle zum Glühen angeregt wird und der Rauch nach unten gesogen wird. 

Wirkung: 

Je länger der Schlauch, desto mehr bleibt im Schlauch hängen. Der Schlauch filtert also ebenso, wie die Rauchsäule, durch Ablagerungen an der Innenseite des Materials. Diese eher ungewollte Filtern führt zu einem Verdrecken des Schlauch, der nach einigen Monaten schwerer zu ziehen wird. Heute können Schläuche bereits oft gereinigt werden, allerdings ist dieses nicht allzu einfach und nicht immer von Erfolg gekrönt. Wer eine Shisha hat und regelmäßig raucht, sollte sich auch regelmäßig (2-3 Mal im Jahr) nach einem neuen Schlauch umsehen, um wieder guten, neutralen Geschmack erleben zu können. Denn nirgendwo setzt sich Geschmack besser ab als im Schlauch. Wer schon mal Tabak mit Lakritze-Geschmack geraucht hat, und danach Erdbeere probiert hat, wird das sicherlich bestätigen können. Da hilft kein Putzen – der Geschmack kann nur überlagert werden.


Ein langer Schlauch empfiehlt sich trotzdem, da die „Freiheit“ größer ist. Da der Schlauch unmittelbar an der Shisha hängt, kann die Bewegungsfreiheit durch einen kurzen Schlauch stark eingeschränkt werden und evtl. darin enden, dass die Shisha umkippt, wenn etwas zu unvorsichtig mit dem Schlauch umgegangen wird. Auch mit einem langen Schlauch besteht die Gefahr, sie ist jedoch kleiner!  

Weiteres Shisha Zubehör 

Der Ascheteller: 

Der „Teller“ ist eine Metallschale, die auf die Rauchsäule gesteckt wird und meist etwas unterhalb des Kopfes sitzt. Der Teller dient zur Ablage für Kohle und als temporären „Abstellplatz“ für Asche und verkohlte Reste von Tabak. Auch wenn der Kopf mal zu heiß geraucht wird, so ist der Teller die richtige Ablage für das glühende Kohlestück. Er ist oft verziert und trägt zum typischen Flair der Shisha bei. Einige, große Modelle sind mit zwei oder sogar mehr Tellern ausgestattet, die in der Regel jedoch nur Dekoration darstellen. 

Der Windschutz: 

Der Windschutz ist ein offener Behälter aus Metall, der über den Kopf gestülpt werden kann. Er steht meist auf dem Teller und bedeckt den Kopf vollständig. Er hat Öffnungen um eine Luftzirkulation zuzulassen. Seine Funktion ist einfach: Er erhöht die Hitze und schützt vor Wind. Einerseits wird er zum „Anrauchen“ genutzt, um den Tabak auf die richtige Temperatur zu bringen, aber auch, wenn die Kohle fast zu ende ist oder die Hitze nicht mehr ausreicht. Andererseits schützt er beim Rauchen im Freien oder bei Wind, dass die glühende Kohle zu Boden fällt und dort Schäden anrichtet. 

Weiteres Zubehör: 

Zum erweiterten Kreis des Shisha Zubehörs gehört zum Beispiel die Alufolie. Alufolie ist für die Konsumweise, wie sie hier verwendet wird, ein sehr wichtiger Faktor. Alufolie verbindet viele gute Eigenschaften, daher gibt es sie auch in optimierter Form und vorgelocht im Handel. Haushaltsübliche Alufolie reicht allerdings auch oft aus.

Weiterhin kann das Reinigungsequipment hier genannt werden. Eine Bürste für die Bowl, eine mit langen Borsten, und eine lange, dünne Bürste mit kurzen Borsten für die Rauchsäule sollten zu jeder Shisha gehören.

Weitere Utensilien sind prinzipiell nicht notwendig und werden darum hier keine Erwähnung finden. 
 

Eine kleine Shisha aus der "Fata Morgana" Reihe von Aladin.

Funktion der Shisha 

Nun zur eigentlichen Funktion. Da für viele, vor allem ältere Menschen, die Funktion einer Wasserpfeife immer noch schleierhaft ist, möchte ich auf diesen Punkt besonders gut eingehen. Das Prinzip ist nämlich so einfach, dass es trotzdem in wenigen Sätzen zusammengefasst werden kann. 

Die Shisha basiert auf einer Erhitzung des Shisha Tabaks. Dabei entsteht ein Gemisch aus Rauch und Dampf. Der Tabak wird von einer glühenden Kohle erhitzt, die oben auf der Shisha liegt. Durch das Ziehen am Schlauch entsteht in der Bowl, also im Glasgefäß, ein Unterdruck, der die Luft in der Rauchsäule nach unten, durch das Wasser zieht. Denn die Rauchsäule ist einige Millimeter-Zentimeter im Wasser, damit das charakteristische Blubbern entsteht. 

Eine Shisha ist „fertig“ geraucht, wenn der Rauch seinen Geschmack verliert und der Tabak zu verbrennen droht. Die Feuchtigkeit ist nun vollständig verdampft und der Tabak hat sich in ein Kohlenstoffgitter verwandelt. Idealerweise ist die Kohle ebenfalls fast vollständig aufgebraucht, sodass die Shisha – nach gründlicher Reinigung natürlich ;-) –  wieder an ihren Platz kommen kann. 
 

Shisha Tabak

Shisha Tabak ist nicht einfach nur abgeernteter Tabak, der in den Kopf gesteckt wird, sondern ein Mix aus einigen Zutaten, die in einer aufwändigen Prozedur zueinander geführt werden, um die gewisse Konsistenz und Geschmack zu erreichen. Shisha Tabak wird aus Melasse, Honig, Glyzerin, Konservierungsstoffen und Tabak hergestellt. Außerdem sind natürlich Aromen beigefügt, damit der Tabak richtig schmeckt. Die Feuchtigkeit ist ungemein wichtig, damit der Tabak nicht direkt verbrennt, sondern verdampfen kann. 

Al Waha Tobacco - Apfel

Es gibt heute über 50 verschiedene Shisha Tabak Hersteller auf der ganzen Welt, weit über 1000 verschiedene Tabake, wovon alleine circa 100 Apfeltabake bekannt sind. Weitere, berühmte Geschmäcker sind zum Beispiel Kirsche, Banane, Kokosnuss oder Traube. 
 

Shisha Kohle 

Dieser Artikel ist ungenau und oberflächlich. Genaue Informationen zu Shisha Kohle gibt es in einem eigenen Knol. 

Shisha Kohle wird grundsätzlich in zwei verschiedene Klassen eingeteilt: Die „Selbstzünder“ und die „Naturkohlen“ (ugs.). Während Selbstzünder-Kohlen oft in der Tablettenform sind und sich als exotherme Reaktion mit einem kurzen Anzünden selbst durchglühen, muss die Naturkohle endotherm erwärmt werden, bis sie schließlich durchglüht.  

Prinzipiell sind Naturkohlen gesundheitlich unbedenklicher und geschmacksneutral. Dafür sind sie in der Regel etwas teurer und deutlich schwerer zu entzünden.

"Naturkohle" - Cococha Kokoskohle

Selbstzünder sind überall einsetzbar und eignen sich am besten für den „schnellen Kopf zwischendurch“. Dafür haben sie einen gewissen Eigengeschmack und sind mit mehr Schadstoffen versehen. 
 

Wirkung des Shisha Rauchens 

Die Shisha ist nicht umsonst seit über 600 Jahren ein bekanntes und beliebtes Rauchgerät. Allerdings muss grundsätzlich auch zwischen der Shisha als Drogenpfeife und der Shisha, wie wir sie kennen, als Wasserpfeife für Fruchttabak, unterschieden werden. Ich beziehe mich, sollte es nicht anders erwähnt sein, nur auf die für den Fruchttabak geeigneten Shishas. 
 

Gesellschaftlich gesehen 

In der Gesellschaft ist die Shisha ein Symbol für Gastfreundlichkeit. Dies geht aus Überlieferungen und Traditionen des Orients hervor. Noch heute hat sich dieses Bild gehalten, auch wenn der Okzident dies in den Hintergrund rückt.

Warum rauchen Menschen Shisha? Warum rauchen Menschen überhaupt? Zwei Fragen, die unmittelbar zusammenhängen, aber nicht so viel miteinander zu tun haben, wie es auf den ersten Blick scheint. Mehr Infos dazu gibt es später, im Kapitel „Rauch oder Dampf?“.

Die Menschen rauchen, meiner Erfahrung nach, zur Geselligkeit, aus Sucht oder des Geschmacks wegen. Früher wurde die Shisha zu Zeremonien, Familienfesten oder anderen besonderen Anlässen geraucht, war jedoch in der Regel Männern vorbehalten. Es wurde gemeinschaftlich geraucht. Entweder jeder über einen einzelnen Schlauch, in der Regel jedoch gemeinsam von einem. Dies stärkte das gemeinschaftliche Gefühl und förderte die sozialen Eigenschaften und Kommunikation.  

Heute ist die Tradition in den Hintergrund gerückt, die fundierten Werte bleiben jedoch erhalten:

Es wird oft zusammen geraucht, dabei erzählt und philosophiert. Ob nun abends zusammen vor dem Fernseher, auf einer Party in der sog. „Chill-Ecke“ oder am Nachmittag zum regelmäßigen Treffen mit den Freunden, die Shisha ist vielfältig einsetzbar. Die Rauchdauer von oft bis zu einer Stunde oder mehr, führt weiterhin dazu, dass Gespräche nicht nur oberflächlich geführt werden und ein guter Einstieg ins Gespräch gegeben wird. 
 

Gesundheitlich gesehen 

Der gesundheitliche Aspekt, eine lange, lange Geschichte. Ich überlege mir noch, ob es hier einen eigenen Knol geben wird, es verlangt eigentlich danach.  

Die Shisha wird oft als Einstiegsdroge bezeichnet, die nach „professionellen“ oder „wissenschaftlichen“ Meinung hoch giftig ist. Nehmen wir mal Abstand von 0815-Zeitungsberichten und durchleuchten das Thema etwas genauer. 

Das aufgenommene Nikotin, zjm Beispiel, ist oft ein erster Kritikpunkt. Aber:

Die Nikotinmenge in Shisharauch ist derart gering, dass es schwierig wird, davon abhängig zu werden. Wer allerdings Raucher ist und sich dies abgewöhnen möchte, kann mit der Shisha sehr gut leben, da zumindest minimale Mengen zugeführt werden und den Eindruck vermittelt, dass es sich um richtiges „Rauchen“ handelt. Neusten Tests und logischen Überlegungen zufolge ist eine hohe Nikotindosierung jedoch Humbug und ein gefundenes Fressen für sensationsgierige Medien. 

Die Schadstoffangaben aller Berichte in den Medien beziehen sich auf ein Dokument, dass vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) herausgegeben wurde und die Schädlichkeit der Shisha untersucht. Dieses Dokument wieder bezieht sich auf einen Test, der – von der WHO unterstützt – genaue Ergebnisse und Langzeitstudien erbrachte. Dieser Test ist jedoch bereits mehr als einige Jahre her, ungenau und undurchdacht durchgeführt worden und basiert nicht auf Tatsachen, die wir hier vorfinden. Ein kleines Beispiel dafür: Es wurden Schadstoffmengen, wie z.B. die Nikotinmenge, gemessen, die in den Körper inhaliert wurden. Nicht allerdings den Anteil, der wieder ausgeatmet wurde. Dass knapp 70% des eingeatmeten Nikotins wieder ausgeatmet werden, erwähnt hierzulande allerdings niemand.

Abgesehen davon sind die dort aufgeführten Werte eh irrelevant für uns, sie geben kaum mehr als Anhaltspunkte. Denn: Die Rauchweise, die angewandten Methoden, stehen in keiner Relation zu hier verwendeten Prinzipien. Im arabischen Raum ist es üblich, die Kohle direkt auf den Tabak aufzulegen und so eine hochgradig giftige Verbrennung zu provozieren. Hierzulande wird die Kohle abgeschirmt, um den Tabak nicht zu verbrennen, sondern zu erhitzen.  

Die Wirkung des Rauchs ist wiederum eine andere Sache. Die berauschende, erleichternde Wirkung, von der gesprochen wird, entsteht entweder durch die Zugabe illegaler Betäubungsmittel (Pfui!) oder den „Tabakflash“, der entsteht, wenn der Körper nicht an Nikotin gewöhnt ist, oder wenn zu wenig Sauerstoff aufgenommen wird.  

Wirkliche „Gefahren“ können aber ansteckende Krankheiten sein, die durch das Ziehen am selben Schlauch übertragen werden können. Allerdings gibt es Hygienemundstücke zu wirklich erschwinglichen Preisen, die genau davor schützen. In Shisha-Cafés sind diese Mundstücke übrigens Standard, meines Wissens sogar Pflicht. 
 

Warum Shisha? 

Diese Frage sollte sich jeder Shisharaucher einmal selbst stellen – und beantworten – denn ich kann nur für mich oder vielleicht wenige weitere sprechen. Shisharauchen führt zusammen, gibt guten Anlass zum gemeinsamen Relaxen und kann eine beruhigende Wirkung haben. Das monotone Blubbern der Bowl, die wabernden Rauchschwaden, der süße Duft in der Luft. Es geht um Atmosphäre. Eine Shisha in einem Shisha-Café zu genießen ist etwas ganz anderes, als auf einem Autobahnrastplatz.

Ein überzeugender Aspekt ist natürlich der Geschmack. Die unglaubliche Sortenvielfalt, beginnend bei A, wie Anis, Apfel, Ananas oder Aprikose bis Z, wie Zitrone, Zimt oder Zaghoul (schwarzer Naturtabak), ist einer der Auslöser für den Shishaboom. Es schmeckt halt einfach! 
 

Rauch oder Dampf? 

Eine ewige Frage, die hier endlich mal geklärt werden soll.

Dampf besteht hauptsächlich aus Wassertröpfchen, die mit einigen Molekülen versehen sein können. Rauch hingegen ist eine Wolke aus kleinsten Teilchen, die bei einer Verbrennung entstehen. Was ist der Shisha“rauch“ also nun? Ein Aerosol! Ein Aerosol ist ein Gemisch aus festen und/oder flüssigen, schwebenden Teilchen. Der Rauch der Shisha hat sowohl Eigenschaften von echtem Rauch, als auch von Dampf. 

Viele weitere Informationen, einen sehr interessanten Bericht über die Schädlichkeit und weitere Themen, wie das Aerosol, Filterwirkungen und Unterschiede von Kohlen und Tabaksorten, finden Sie auf Shisha-Oriental, und im Shisha Blog! 
 

Reinigung der Shisha 

Die Shisha muss, um tadellos zu funktionieren und einen guten Geschmack zu gewährleisten, regelmäßig gereinigt werden. Das Wasser der Bowl sollte regelmäßig gewechselt werden, das Durchbürsten der Rauchsäule empfiehlt sich nach jeder Shisha-Session, zumindest aber einmal in der Woche, wenn wöchentlich mehrmals geraucht wird. So kann die Bildung von unangenehmen Gerüchen oder starken Verunreinigungen verhindert werden.  

Der Schlauch kann nur mit Wasser gereinigt werden, wenn die Metallspriale rostfrei ist! Ansonsten hilft Druckluft, die aber auch einen Anteil an Feuchtigkeit enthält. Es ist also empfehlenswert den Schlauch gut austropfen zu lassen und über eine Heizung zu hängen. 

Die Bowl kann übrigens mit Protesenreiniger sehr gut gereinigt werden, auch Backpulver hat sich bisher als guter Tipp erwiesen! 
 

Shisha in Deutschland & der Welt 

Die Shisha hat ihren Weg nach Deutschland vor circa 4-5 Jahren endgültig gefunden. Vorher war sie oft nicht mehr als ein schönes Mitbringsel aus dem Türkei- oder Ägyptenurlaub, das hauptsächlich als Deko herhielt. Dies lag daran, dass das nötige Zubehör fehlte und hier kaum verfügbar war, dass die Shishas nicht funktionstüchtig – davon minderer Qualität – waren oder einfach die nötige Erfahrung mit dem Gerät fehlte.  

Heutzutage ist die Shisha relativ gut in die Gesellschaft etabliert und wird weitesgehend akzeptiert, wenn auch mit stetem Argwohn. Dies beruht jedoch hauptsächlich auf besorgten Eltern, die sich von ... unglücklichen Artikeln verunsichern lassen. 

Die Shisha ist in Europa heute ganz gut vertreten und ebenso auch in Nordamerika. Die Produktion ist nachwievor zu einem großen Teil in der Türkei oder Ägypten, in den arabischen Ländern eben, wo der Ursprung liegt. Auch in Frankreich existiert eine größere Shisha-Gemeinde, ebenso wie in Österreich und und der Schweiz. Die aktivste Gemeinde des Okzident findet sich jedoch hier in Deutschland. 

Die USA haben jedoch einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Wasserpfeifenentwicklung. Sie entwickelten nicht nur neuartige Konzepte für die Shisha, vor allem aber änderten sie Designs, die weltweit kopiert werden und zu einer neuen Beliebtheit geführt haben. Den wichtigsten Einfluss hat allerdings die Tabakindustrie, die in den USA ihre Hochburg findet. Einige Dutzend neue Hersteller haben sich vorgestellt und präsentieren sich mit exotischen Geschmäckern, die sich „Wipe Out“, „Freaks Choice“ oder „Strawberry Daiquiri“ nennen. Diese Sorten haben sich vor allem in Deutschland sehr gut entwickelt, wo nach Jahren des Apfel- und Bananentabaks der Durst nach neuen Sorten groß war. Wäre da nicht... 
 

Die deutsche Tabakverordnung 

... wäre da nicht die deutsche Tabakverordnung. Der zufolge darf Pfeifentabak – und als dieser wird Shishatabak kategorisiert – nicht mehr als 5% Feuchthaltemittel enthalten. Dies bezieht sich auf die zulässige Menge an Glyzerin. Die genauen Hintergründe dieser Verordnung sind mir schleierhaft, völlig unklar sind mir allerdings die Beweggründe, Wasserpfeifentabak dem Pfeifentabak zuzuordnen. Natürlich legt der Name dies nah, scheinbar haben sich die zuständigen Personen jedoch nicht ausreichend informiert. Shisha Tabak benötigt Feuchtigkeit, um korrekt zu „funktionieren“. Der Prozess, der bei einer Wasserpfeife stattfindet, ist eben nicht der gleiche wie bei einer Pfeife. Die Pfeife verbrennt Tabak, die Shishakohle soll aber die Feuchtigkeit verdampfen lassen, der Tabak ist nur als Trägerstoff beigefügt. Die Regelung ergibt also das genaue Gegenteil von dem eigentlich Zweck, dem Schutz der Menschen.

Denn: Ist der Tabak zu trocken, verbrennt er schneller. Der schützende Feuchtigkeitsfilm verschwindet schneller vom Tabak, sodass dieser effektiv verbrennt und deutlich mehr Schadstoffe freisetzt. Stattdessen müssen zusätzliche Melasse-Mischungen erworben werden, um den Tabak „nachzufeuchten“, als nachträglich mit mehr Feuchtigkeit zu versehen. Darunter leidet natürlich auch der Geschmack, der nachträglich natürlich nicht so erreicht werden kann, wie in der natürliche Produktion. Dort wird der Tabak gemeinsam mit dem Gemisch geköchelt und tagelang „ziehen“ gelassen.

Deutschland ist übrigens das einzige mir bekannte Land mit dieser Verordnung. Der Rest der Welt kann den üblichen, guten Tabak genießen. 
 

Der Einfluss des Internets auf die Shisha 

Wenn ich über die Shisha berichte, komme ich nicht am Internet vorbei. Dieser Knol ist der Beweis dafür, wie die Shisha sich über das Internet verbreitet hat. Ohne die globale Vernetzung der sekundenschnellen Datenübermittlung, hätte der Shishaboom sicher nicht so stattgefunden, wie er es bisher tat. Innerhalb von 2 Jahren etablierte sich ein fremdes Rauchgerät und fand vor allem bei Jugendlichen, mehr und mehr aber auch Erwachsenen, eine große Fangemeinde.


In Internetforen fanden sich Anhänger der Shisha zusammen, Onlineshops ermöglichten einen großen Markt, der endlich auch mit einer angemessenen Vielfalt auffahren konnte. Bis heute hält der Trend der Shisha an, woran das Internet maßgeblich beteiligt ist. 




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Erik Preusker

Kommentare

Ausgezeichneter Knol

Hallo,

ab sofort gibt es eine Liste für Knols die mit "höchster Qualität" ausgezeichnet wurden. Ich habe mir erlaubt Ihren Knol dort einzufügen!

http://knol.google.com/k/christoph-stockmann/hchste-knol-qualitt/2o6u2g6xfx3th/45#

Auch hier ist Mithilfe erwünscht!

Viele Grüße,
C. Stockmann

Zuletzt bearbeitet 05.06.2009 10:25
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Erik Preusker
Erik Preusker
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