An die Freude hat einen für Ingmar Bergman ungewohnt heiteren Grundtenor. In der Geschichte von Stig Eriksson (Stig Olin) und dessen Frau Marta (Maj-Brit Nilsson) verarbeitete Bergman die Umstände des Künstlerdaseins und die Erfahrungen aus seiner soeben beendeten zweiten Ehe. Im Gegensatz zum unmittelbar vorher entstandenen Film Durst erscheint die Ehe hier in heiteren Farben. Die Figur des jungen Orchestermusikers Stig, der erkennen muss, dass er entgegen seinen hohen Ansprüchen über künstlerische Mittelmäßigkeit nie herauskommen wird, ist eine ehrliche Darstellung dessen, als was sich Bergman damals selbst sah. Für die Freunde der klassischen Musik gibt`s immer wieder längere Passagen von Stücken aus den Werken von Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Smetana sowie Sam Samson und Erik Johnsson, die von Stigs Orchester gespielt werden. Und darin beweist Bergman seine Kunst als Filmemacher: Bild und Ton sind stets harmonisch miteinander verknüpft. Dabei werden die Szenen mal durch die "live" gespielte Musik, mal durch das Voice Over des von Victor Sjöström gespielten Dirigenten, der als unabhhängige Distanz die Ehe der beiden Hauptfiguren bewertet, kommentiert. Interessant ist aber auch eine völlig stumme Szene, in der Bergman allein durch Gesten und Zeichen der Darsteller ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen Stig, dessen geheimer Geliebten, die wiederum von ihrem Untermieter begehrt wird und deren die Szene spöttisch beobachtendem Vater entwirft,
In einer Einstellung vom Wartezimmer des Entbindungskrankenhauses ist Bergman selbst als werdender Vater zu sehen. Sjöström aber, seinerseits ein bekannter schwedischer Regisseur, bekommt die entscheidenden Sätze in den Mund gelegt, als er Stig, der die Musik nicht um der Kunst willen, sondern lediglich als Mittel zum Zweck einsetzt, auf dessen Egoismus hinweist und am Schluss, als während den Proben zu Beethovens "Ode an die Freude" die Nachricht von Martas plötzlichem Unfalltod kommt, sagt: "Es handelt sich nicht um die Freude, die sich im Lachen ausdrückt ... Was ich meine ... ist eine Freude, die so groß ist, daß sie jenseits unserer Schmerzen liegt und der grenzenlosen Verzweiflung ... Sie liegt jenseits unseres Verstandes." Im Sinne dieser optimistischen Grundhaltung überwindet Stig sein Leid im Kollektiv des Orchesters durch die Erinnerung an die schöne Zeit mit Marta und den Ausblick auf die mit seinem im Publikum sitzenden kleinen Sohn bereits gegenwärtige Zukunft.
In einer Einstellung vom Wartezimmer des Entbindungskrankenhauses ist Bergman selbst als werdender Vater zu sehen. Sjöström aber, seinerseits ein bekannter schwedischer Regisseur, bekommt die entscheidenden Sätze in den Mund gelegt, als er Stig, der die Musik nicht um der Kunst willen, sondern lediglich als Mittel zum Zweck einsetzt, auf dessen Egoismus hinweist und am Schluss, als während den Proben zu Beethovens "Ode an die Freude" die Nachricht von Martas plötzlichem Unfalltod kommt, sagt: "Es handelt sich nicht um die Freude, die sich im Lachen ausdrückt ... Was ich meine ... ist eine Freude, die so groß ist, daß sie jenseits unserer Schmerzen liegt und der grenzenlosen Verzweiflung ... Sie liegt jenseits unseres Verstandes." Im Sinne dieser optimistischen Grundhaltung überwindet Stig sein Leid im Kollektiv des Orchesters durch die Erinnerung an die schöne Zeit mit Marta und den Ausblick auf die mit seinem im Publikum sitzenden kleinen Sohn bereits gegenwärtige Zukunft.






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