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Der dritte Mann

Filmkritik

UK 1949
Regie: Caroll Reed
Darsteller: Joseph Cotten, Orson Welles
Kamera: Robert Krasker
Musik: Anton Karas


Dieser Klassiker - einer der erfolgreichsten Filme des britischen Kinos - ist einerseits ein perfekter Thriller und intelligente Kinounterhaltung, hervorragend fotografiert und reich an Anspielungen, Seitenhieben und unaufdringlichen Gags. Andererseits wird aber auch ein bleibender Eindruck der Umstände im Wien der Besatzungszeit vermittelt; auch Verweise auf das alte "Wien des Walzertraums", wie es der ausschließlich in der Anfangsszene zu hörende auktoriale Erzähler formuliert, sind reichlich vorhanden: Die zahlreichen, üppigen Jugendstil-Statuen der Stadt werden stets wirksam ins Bild gerückt. Und schließlich hat sich auch Orson Welles mit der Darstellung des sympathischen Verbrechers Harry Lime, der am Schluss von einer stark abstrahierten Staatsgewalt in die Enge getrieben wird, ein (weiteres) Denkmal in der Filmgeschichte gesetzt: Nicht nur während dem berühmten Schluss-Showdown in den Abwasserkanälen fiebert man als Zuschauer mit ihm mit. Ein Meisterwerk zum immer wieder Sehen!

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Zuletzt bearbeitet: 01.01.2009 05:27.

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