Das milde Klima und die südländische Vegetation mit Palmen, Zedern und Zypressen verleihen der Stadt Meran ein mediterranes Flair und machen die Stadt zum “Südbalkon” des deutschsprachigen Europas.
Seit dem 19. Jahrhundert ist Meran eine bekannter Kur- und Fremdenverkehrsort und wurde schon damals als “klimatischer Winterkurort” bekannt. Hier verweilten auch zahlreiche Wissenschaftler und Ärzte, die den besonderen Charme der Stadt und die heilende Luft der Kurstadt genossen.
Den Mittelpunkt von Meran bildet die historische Altstadt mit seiner mittelalterlichen Laubengasse, die im 13. Jahrhundert von den Grafen von Tirol erbaut wurde. Die einst längste Laubengasse Tirols verläuft vom Kornplatz zum Platz vor der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Für einen gemütlichen Spaziergang bietet sich auch die Kurpromenade, die an verschiedenen historischen Bauten vorbeiführt – von der Wandelhalle zu einem der prächtigsten Bauten Merans, dem Kurhaus. Dieses wurde im Jahre 1874 erbaut und später vom Wiener Architekten Friedlich Ohmann erweitert. Das Meraner Kurhaus gehört zu den schönsten Jugendstilbauten des gesamten Alpenraums. Die Kurpromenade trug einst den Namen Giselapromenade, benannt nach der Erzherzogin Gisela, der Tochter von Kaiserin Sissi. Die Kurpromenade ist jedoch nicht die einzige Promenade Merans, die zum Flanieren einlädt. Von der Theaterbrücke ausgehend nach Süden gelangt man z.B. zur Stefaniepromenade, die sich bis zum städtischen Freibad der Kurstadt erstreckt. Als eine der schönsten Promenaden gilt aber der Tappeiner Weg, der die sonnige Südflanke des Küchelberges quert. Dieser Weg ist nach dem Meraner Kurarzt Franz Tappeiner benannt.
Auch heute noch wird Meran seinem Ruf als Kurstadt gerecht – die moderne Therme Meran erwatet Besucher mit Blockhaussauna, Kaiserbädern, Kneippbecken und Wohlfühl-Kuren. Für sprudelnde Badefreuden sorgen insgesamt 25 Pools und Anwendungsbecken aller Art. Weiters empfiehlt sich bei einem Aufenthalt in Meran ein Besuch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff mit dem darin eingebetteten Touriseum. Hier wird Besuchern ein botanisches Spektakel geboten - auf über 12 Hektar verzaubern Sie hier Pflanzen aller Welt in den buntesten Farben. Das Schloss Trauttmansdorf selbst stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde aus den Ruinen der Burg Neuberg erbaut. Die Umgebung von Meran bietet zahlreiche weitere Burgen und Schlösser, die einen Besuch wert sind. Die Landesfürstliche Burg Meran z.B. wurde 1470 am Fuße des Küchelberges in der Nähe der Laubengasse erbaut und diente als Stadtresidenz für Erzherzog Sigismund von Österreich. Heute hingegen dient diese Burg als Museum und verleiht mit seinen Kammern, Stuben und Jungfernzimmern Einblick in die spätmittelalterlichen Lebensgewohnheiten.
In unmittelbarer Umgebung befindet sich auch Schloss Tirol in Dorf Tirol, das als Stammschloss des Landes Tirol gehandhabt wird. Heute beherbergt es das Südtiroler Museum für Kultur- und Landesgeschichte. Gegenüber von Schloss Tirol liegt Schloss Schenna, das auf eine lange Geschichte zurückblickt und äußerst sehenswert ist.
Meran und das gesamte Burggrafenamt bieten zudem interessante Museen, wie z.B. das Stadtmuseum Meran, das zu den ältesten Museen im Land gehört und eine Sammlung von gotischen Skulpturen und barocke Gemälde Tiroler Künstler. Das Touriseum auf Schloss Trauttmansdorff begibt sich auf die Spur der Entwicklung des Tourismus in Südtirol. Dieses Museum wurde im Jahre 2003 eröffnet. Das Frauenmuseum Evelyn Ortner beherbergt die größte und vollständigste Sammlung von Frauenkleidern und Accessoires der Jahre 1820 bis 1990. In der Nähe von Meran befindet sich zudem das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer in Partschins. Hier wird man über die Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine informiert. Im Passerertal wurde am Sandhof in St. Leonhard in Passeier ein Museum zu Ehren des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer errichtet. Hier gibt es auch einen Hörraum, wo Sagen und Volkserzählungen zur Geschichte Tirols angehört werden können. Reihold Messners MMM Juval ist ein weiters Highlight im Burggrafenamt. Zu sehen gibt es hier historische Bilder, eine Maskensammlung, asiatische Kustgegenstände, Messners Expeditions-Ausrüstung und vieles mehr.
Im Herzen vom Meraner Land, genau genommen vom Schnalstal über das Passeiertal bis zum Alpenhauptkamm, erstreckt sich der Naturpark Texelgruppe, der größte Naturpark Südtirols, der die gesamte Texelgruppe, die daran anschließenden Ötztaler Alpen und einen Teil der Stubaier Alpen umfasst. Durch diesen Naturpark führt z.B. der Meraner Höhenweg, entlang dessen die einzigartige Flora und Fauna entdeckt werden kann.





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