Microsoft Windows Mobile
Mit Windows Mobile bindet Microsoft Handys und Smartphones in bestehende Outlook- und Exchange-Infraktstrukturen ein. Verschiedene Tools ermöglichen es providerunabhängig Push-E-Mail und Instant-Messaging zu nutzen.
Ursprünglich gab es Windows Mobile nur für PDAs. Sie wurden Pocket PC genannt. Doch im wachsenden Mobilfunkmarkt wollte Microsoft mit einem Betriebssystem auch auf Handys präsent sein. Deshalb hat Microsoft mit verschiedenen Handy-Herstellern kooperiert und Windows Mobile für Handys und Smartphones weiterentwickelt. Vor allem Samsung und HTC setzen Windows Mobile für ihre Handys ein.
PDAs und Smartphones mit Windows Mobile sind weitverbreitet. Bei Touchscreen-Smartphones setzt sich Windows Mobile als Betriebssystem durch. Palm OS, Linux und Symbian spielen keine große Rolle.
Windows Mobile 6.0
Nach dem Plan von Microsoft soll im Jahresrhythmus eine neue Windows-Mobile-Version herauskommen. Nahezu zeitgleich mit Windows Vista ist es im ersten Halbjahr 2007 für Windows Mobile 6.0 soweit, das auch unter dem Namen "Crossbow" bekannt ist.
Auf den ersten Blick hat sich nur kosmetisch etwas gegenüber dem Vorgänger verändert. Die Bedienoberfläche von Windows Mobile 6.0 ähnelt dem Look von Windows Vista, mit dem Windows Mobile 6.0 optimal zusammenspielen soll. Einige neue Programm-Icons und geringfügige Änderungen in der "Heute"-Ansicht sind festzustellen.
Echte Neuerungen soll der Systemkern nicht enthalten. Stattdessen will man die Interoperabilität mit bestehenden Groupware- und Backoffice-Infrastrukturen stärken. Bestehende Applikationen sollen mit wenigen Ausnahmen weiterhin lauffähig bleiben.
Fast alle Neuerungen finden sich im zugehörigen Programmpaket. So ist ein VoIP-Client enthalten, der unter anderem das SIP-Protokoll beherrscht. Microsoft fügt auch einen Internet-Sharing-Assistenten bei, mit dem ein Windows-Mobile-Smartphone in ein Bluetooth-Funkmodem verwandelt werden kann. E-Mails können jetzt auch im HTML-Format betrachtet werden. Weiterhin sind die Probleme mit dem Bearbeiten Office-Dokumenten oder dem IMAP-Zugriff auf E-Mails nicht gelöst. Außerdem lassen sich laufende Programme immer noch nicht beenden und müssen weiterhin umständlich über den Task-Manager geschlossen werden.
Die Anbindung der mobilen Endgeräte an die Portale Windows Live und XBox Live ist auch vorgesehen. Windows Live für Mobile ermöglicht Blogging und Instant-Messaging.
Besonders für Unternehmen mit sicherheitskritischen Anwendungen und Daten ist folgendes Feature gedacht: Die Daten im Hauptspeicher und auf der Speicherkarte können verschlüsselt und so vor fremdem Zugriff geschützt werden. Das Gerät kann zusätzlich mit einer Sicherheitsabfrage geschützt werden. Wenn das Passwort mehrmals falsch eingegeben wurde, dann löscht das System alle gespeicherten Daten. Sollte doch die Gefahr bestehen, dass jemand unbefugt an die Daten kommen könnte, können die Daten auch per Fernzugriff gelöscht werden.
Symbian OS
Das Symbian OS ist ein reinrassiges Handy-Betriebssystem. Vor allem Nokia und Sony Ericsson haben Symbian auf ihren Handys und Smartphones. Symbian zeigte sich sehr flexibel für die Wünsche der Handy-Hersteller. Das hat dazu geführt, dass jedes Symbian-Endgerät ein anderes Symbian OS hat. Sogar unter den Geräten herrscht Inkompatibilität. Damit ist keine Stabilität für die Software-Entwickler vorhanden. Es müssen die Anwendung auf jedem Symbian-Gerät getestet werden, um sicher zu gehen, dass eine Anwendung überall funktioniert.
Mobile-Business-Lösungen werden deshalb bevorzugt auf Windows Mobile umgesetzt. Trotzdem findet das Symbian OS im Firmenumfeld weite Verbreitung. Und oft findet es sich auch im Handy von Privatleuten, die das meitens gar nicht wissen.
BlackBerry
Auf den BlackBerrys von RIM kommt eine spezielle und propritäre Software zum Einsatz. Es ist eine auf mobile E-Mail spezialisierte Lösung. Es hat eine problemlose Handhabung, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Besonders in größeren Firmen wird es gerne eingesetzt.
BlackBerry gibt es auch für Fremd-Hardware. Man kauft sich dabei aber alle Nachteile zweier Systeme. Es ist langsamer, propritär und das andere System kann man nicht mehr so nutzen wie gewohnt.
Palm OS
Genauso wie RIM (BlackBerry) hat Palm eine Geräte-Kategorie geschaffen, die in den Anfängen revolutionär war. Palm hat praktisch die ersten brauchbaren PDAs entwickelt, bevor es die Pocket PCs mit Windows CE oder Windows Mobile gab. Besonders in großen Unternehmen werden die Palms aus alten Zeiten immer noch verwendet.Deshalb gibt es die Palm-Geräte als Smartphone mit den üblichen PDA-Komponenten und integriertem Mobiltelefon. Weil die Geräte für den amerikanischen Markt entwickelt sind, tun sich die Kunden mit den Palms in Europa schwer. So haben alle Geräte eine aus dem Gehäuse herausstehende Antenne, obwohl das nicht notwendig wäre. Die amerikanische Kunden brauchen das, um dem Gerät eine hohe Sendeleistung abzunehmen.





Andreas Kemper
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Andreas Kemper