Einleitung
Der Wolfsspitz ist eine der ursprünglichen Hunderassen Europas. Er ist der größte Vertreter der Familie der Spitze.
Junghund 1-jährig
Herkunft
Der Wolfsspitz gehört zu den Hunderassen des sogenannten Urtyps. Sie sind Nachfahren des "Canis familiaris palustris Rüthimeyer", des steinzeitlichen Torfhundes. Seine Vorfahren lassen sich später durch Funde bei den Pfahlbauten am Bodensee nachweisen (Pfahlbauspitz).
Wolfsspitze waren vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitet. Sie bewachten Bauernhöfe, Fuhrwerke und sogar große Schiffe, weshalb der Wolfspitz auch Barkenspitz oder Schifferspitz genannt wurde.
Größe und Gewicht
Der Wolfsspitz hat eine Schulterhöhe von 49cm +/- 6 cm und ein Gewicht von ca.16 - 24 kg. Die Statur des Wolfsspitzes ist quadratisch (1:1) aufgebaut [1]. Die Rute liegt fest eingekringelt auf dem Rücken. Im Welpenalter kann sie aber noch eher lose gerollt sein. In totaler Entspannung hängt sie auch lose herunter.
Farbe und Fell
Die Farbe des Wolfsspitzes ist grau-gewolkt. Das Haar in den dunklen Partien ist silbergrau mit schwarzen Spitzen. Das Fell ist mittellang und im Halsbereich mähnenartig ausgebildet. Das Fell braucht keine übermäßige Pflege. 1 bis 2 mal wöchentliches gründliches Bürsten ist i.d. Regel ausreichend. Viele Wolfsspitzbesitzer bürsten aber auch täglich immer ein kleines Stück - abhängig von der Akzeptanz des Hundes beim Bürsten. Wie oft ein Wofsspitz gebadet werden muss ist weitgehend abhängig von der Haltung. Lebt ein Hund im Haus reicht ein Bad 1 mal im Jahr aus, es soll auch Spitze geben, die gar nicht gebadet werden. Der Wolfsspitz hat ein "selbstreinigendes" Fell, aus dem Verschmutzungen leicht ausgebürstet werden können. Manche Spitze sind auch begeisterte Schwimmer, womit sich das Bad ebenfalls erledigt hat. Vom Bad mit Shampoos sollte man absehen, um den natürlichen Schutzfilm der Haut nicht zu zerstören. Das Besondere am Wolfsspitz: er hat nicht diesen typischen Geruch nach Hund sondern riecht neutral. Ein guter Grund ihn "gut riechen zu können".
Charakter
Der Wolfsspitz ist ein sehr wachsamer Hund, der es liebt Haus, Hof und Garten zu bewachen. Er gilt als lebhaft und aufmerksam und seinem Besitzer und dessen Familie gegenüber als sehr anhänglich. Man sagt ihm Unbestechlichkeit und einen fehlenden Jagdtrieb nach. Inzwischen wird aber doch von vielen Wolfsspitzbesitzern berichtet, dass ihr Hund durchaus sogar ausgeprägten Jagdtrieb besitzt. Dies sollte man unbedingt bei der Erziehung berücksichtigen. Wind und Wetter halten ihn von keinem Spaziergang ab. Spitze können sehr alt werden (16 Jahre und mehr sind keine Seltenheit).
Als selbstständig arbeitender Hund liegt es in seinen Genen auch selbstständig zu denken. Deshalb kann es sein, dass er über einen Befehl (sitz, platz) erst nachdenkt ehe er in ausführt. Er lernt sehr gerne und ist daher leicht zu erziehen. Er braucht sehr viel Aufmerksamkeit und Zuwendung aber auch unbedingt die nötige Konsequenz. Hundeerfahrung oder eine erfahrene Hundeschule sind eine große Hilfe bei der Erziehung.
Der Wolfsspitz ist grundsätzlich ein leicht erziehbarer Hund. Sollten jedoch Gene eines sehr dominanten Alphahundes weitergegebenen werden, kann sich auch die Erziehung eines Wolfsspitzes als Herausforderung erweisen. Wenn man sich überfordert fühlt, sollte man sich unbedingt schon bei den ersten Anzeichen professionelle Hilfe suchen. Hier darf man u. U. weder Kosten (z. B. bis zu 350,00 EUR für 10 Stunden) noch Mühe scheuen.
Ein wunderbarer Hund wird der Lohn ihrer Arbeit sein.
Wolfsspitz oder Keeshond
Dies ist ein schwieriges Thema. Auch die Meinungen / Darstellungen der Züchter gehen hier auseinander. Meine Recherchen haben mich zu folgender Ansicht gebracht.
Der Wolfsspitz ist eine alte deutsche Spitzrasse. Er ist ein robuster Familien und Wachhund und i. d. R. deutlich größer als der Keeshond. Der Keeshond wurde in Holland im Jahr 1781 populär als sich die Parteien der rebellischen Patrioten und Cornelius de Gyselaer und die Konservativen unter dem Prinzen von Oranien bekämpften. Cornelius de Gyselaer hatte den Spitznamen "Kees". Als Besitzer eines Wolfsspitzes, der sein ständiger Begleiter war, nannte man diese Hunderasse dort schon bald Keeshond.
Die Linie des Keeshonds wurde mit der Zeit kleiner gezüchtet als die des Deutschen Wolfsspitzes. Man wollte mehr das Teddybärengesicht und das voluminösere Fell des Keeshondes. Er soll auch mehr den verschmusten Familienhund als den Wächter darstellen. Diese Eigenschaften werden - leider - mittlerweile auch bei deutschen Zuchtschauen bevorzugt premiert.
Wäre es da nicht sinnvoll den "alten" Deutschen Wolfsspitz als eigene Rasse zu standardisieren? Oder, wenn ich einen kleineren Spitz haben möchte, einfach einen graugewolkten Mittelspitz zu nehmen...?
Überlegungen zur Anschaffung eines Hundes
Grundsätzlich muss die Anschaffung eine Hundes sehr gründlich überlegt werden. Vieles muss bedacht sein:
- Habe ich genügend Zeit für den Hund?
- Bin ich bereit viel Zeit und Mühe in die Erziehung zu investieren?
- Passt ein Hund in mein Leben?
- Habe ich genügend Geld - für Tierarzt, Futter, Spielsachen, Hundeschule, Versicherungen, Steuer etc.
- Darf ich in der Wohnung/Haus einen Hund halten?
- Wie stehen die Nachbarn zu einem Hund?
- Was mache ich mit dem Hund im Urlaub?
- Was mache ich mit dem Hund im Krankheitsfall?
- Was passiert mit dem Hund im Falle einer Scheidung?
- Schaffe ich noch alles, wenn ein Baby hinzu kommt?
Wenn diese Fragen positiv beantwortet werden können stellt sich die nächste Frage:
Ein Hund vom Tierschutz oder vom Züchter? Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Es kann sehr schwierig sein einen Hund vom Tierschutz zu übernehmen, der möglicherweise schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Es kann aber auch sehr schwierig sein einen Welpen zu erziehen. Sowohl beim Tierschutz wie auch beim guten Züchter kann man sich auch nach der Übernahme des Hundes noch Rat und Unterstützung holen.
Sollte die Entscheidung zu einem Rassehund gehen, so sollte man sich im Vorfeld gründlich mit der Frage beschäftigen, welcher Hund passt zu mir. Und - zu welchem Hund passe ich?
Die meisten werden sich zuerst einmal für einen Hund interessieren, der nach ihrem Geschmack gut aussieht. Sei es das kuschelige Fell, der Charakterkopf, der schnittige Körperbau. Was auch immer als Schönheitsideal gesehen wird. Spätestens dann aber muss man sich mit der Rasse und den rassespezifischen Merkmalen auseinandersetzen.
- Möchte ich einen Hund der mit mir joggen geht oder mich beim Rad fahren begleitet
- möchte ich einen Hund der mit mir gemütlich kuschelt
- liebe ich eine Wasserratte
- brauche ich einen Jagd- oder einen Apportierhund
- brauche ich soviel Auslauf wie mein Hund
- kann ich einen Hund in einer bestimmten Größe noch händeln.
Und nicht vergessen: jeder Hund braucht Erziehung - egal wie groß oder klein er ist.
Und dann kommt noch die Frage: Rüde oder Weibchen?
Nicht jeder Rüde ist ein Draufgänger und nicht jedes Weibchen ist ein Kuscheltier. Probleme gibt es bei Rüden mit dem Abhauen und bei Hündinnen mit ihrer Läufigkeit. Es gibt nicht nur gutes oder nur schlechtes in einem bestimmten Geschlecht. Rüden haben meist ein mehr oder weniger aggressives Verhalten gleichgeschlechtlichen Hunden gegenüber. Aber auch bei Weibchen kann man solche Verhaltensweisen beobachten.
Man kann und sollte sich, wenn man sich für eine Rasse interessiert, intensiv damit beschäftigen und eventuell auch davon Abstand nehmen und sich für eine andere Rasse entscheiden, wenn man merkt, dass es nicht so passt, wie man sich das gedacht hat. Und bei allen Rassemerkmalen und Standards muss man doch bedenken, dass es Hütehunde gibt die jagen und Jagdhunde, die keinerlei Jagdambitionen haben. Kann ich dann meinen Hund trotzdem noch lieben? Hier wäre es ganz wichtig, dass ich auch diese Frage mit JA beantworten kann.
Was macht einen guten Züchter aus
Wenn ich mich für einen Rassehund entschieden habe muss ich mir einen Züchter suchen - einen guten Züchter. Meist findet man Züchter über den Verband, die meisten haben mittlerweile eine Homepage und können darüber kontaktiert werden. Man sollte sich unbedingt mehrere Züchter ansehen (evtl. auch von anderen Hunderassen) um vergleichen zu können.
Ein guter Züchter hat keine Massenzucht. Er geht liebevoll mit seinen Hunden und den Welpen um. Er arbeitet mit den Welpen. Sie haben bei ihm idealerweise schon das Auto fahren kennengelernt, sind gechippt (nicht tätowiert, auch wenn das ein paar Euro mehr kostet), sind gut sozialisiert und haben ein sauberes Umfeld. Sie kennen Kinder, große und kleine Hunde, auch anderer Rassen. Ein Welpe der heute abgegeben wird sollte unbedingt gechippt sein, da ab dem 03. Juli 2011 sowieso nur noch gechippt werden darf und in vielen Ländern der Chip Voraussetzung für das Ein- und Ausreisen des Hundes ist. Wollen sie ihren Hund mit auf Reisen nehmen, sollten sie sich unbeding vorher erkundigen (Tierarzt, Auto-Club etc.), welche Voraussetzungen ihr Hund braucht. Sollte ihr Hund "nur" tätowiert sein, müssen sie ggf. auf eigene Kosten beim Tierarzt noch einen Chip setzen lassen. Außerdem lässt sich ein Welpe viel leichter ablenken und "vergisst" den Pieks des chippens wieder, als ein älterer Hund, der das Chippen möglicherweise übel nimmt.
Welcher Welpe soll's denn sein
Ob man einen Rüden oder ein Weibchen haben möchte, muss man für sich selbst entscheiden. Wie bei Allem was mit Lebewesen zu tun hat, gibt es auch hier keine endgültige Regel, wie sich welches Geschlecht verhält. Man sagt zwar Hündinnen nach, sie seien gelehriger und verschmuster - ich habe jedoch einen Rüden, der klüger und verschmuster nicht sein könnte. Ebenso gibt es Hündinnen, die das Schmusen eher über sich ergehen lassen als es zu genießen. Bei Rüden muss man bedenken, dass sie gerne mal abhauen, wenn eine nette Hundedame in der (durchaus auch weiteren) Nähe ist, die ihr Interesse bekundet. Bei den Damen muss man die Läufigkeit bedenken.
Hat man sich letztendlich für ein Geschlecht entschieden, kommt als nächstes die Frage, welcher der süßen Welpen soll's denn sein. Viele sagen, der erste der auf mich zukommt, den nehme ich. Dies funktioniert aber nur in den seltensten Fällen. Bei einem guten Züchter darf man sich ruhig auf dessen Urteil verlassen. Er / sie kann am Besten beurteilen, wie sich ein Welpe entwickelt und welcher Welpe zu welchem Herrchen / Frauchen passt. Unsere Züchterin hat uns durchaus auch auf die Probleme aufmerksam gemacht, die mit unserem Alpha-Rüden auf uns zukommen könnten. Für diese Ehrlichkeit bin ich ihr sehr dankbar, denn dies hat uns vor Fehlentwicklungen auf beiden Seiten der Beziehung geschützt und uns für Eventualitäten sensibilisiert. Ich kann nur sagen: wir sind mit unserem Hund sehr glücklich geworden.
Was muss ich auf Reisen bedenken
Wie bereits beschrieben, sollter der Hund gechippt sein. Man sollte sich unbedingt im Vorfeld erkundigen was für den problemlosen Grenzübertritt verlangt wird. Auch im eigenen Land sollten grundsätzliche Impfungen und Wurmkuren selbstverständlich sein. Für einige Länder braucht man zusätzliche Impfungen. Der Hund sollte schon früh an einen Maulkorb gewöhnt werden. Selbst Nachbarn wie Österreich verlangen, dass auf Anfrage der Maulkorb vorgezeigt werden kann, in öffentlichen Verkehrsmitteln ist er sogar Pflicht.
Manche Hotels oder auch Veranstalter (wie z. B. die Animal in Stuttgart) verlangen einen Impfnachweis. Den Impfpass des Hundes sollte man wie seinen eigenen eigentlich immer mittragen.
Um einen entlaufenen Hund wieder zu bekommen, sollte man sich bei entsprechenden Vereinen eintragen, die ein Suchregister führen und ihnen ihren Hund zurückbringen können. Die meisten sind kostenlos, freuen sich aber über eine Spende. Hierfür ist eine deutlich lesbare Tätowierung notwendig - besser auch wieder der Chip.
Pflege und Gesundheit
Gesundheit - wie man den Hund auf den Tierarzt vorbereitet
Wichtig ist es von Klein auf das Kontrollieren der Pfoten, Augen, Ohren und Zähne regelmäßig zu üben. Wie sie das richtig machen zeigt ihnen ein guter Züchter wenn sie den Welpen abholen. Sie können aber auch ihren Tierarzt fragen, damit er es ihnen zeigt. Es kann nur in seinem eigenen Interesse sein, einen Hund als Patienten zu haben, der diese Prozedur schon kennt und halbwegs gelassen hin nimmt. Wenn der Hund dennoch beim Tierarzt schnappt oder beißen will, sollte man nach erstmaliger Erfahrung damit den Tierarzt künftig darauf aufmerksam machen, besser einen Maulkorb anzulegen. Auch dies ist eine wichtige Übung von Anfang an, da das Maulkorb tragen in manchen Ländern Pflicht ist und dann auch den Urlaub einfacher macht. Was sich auch als nützlich erwiesen hat, war, einem Hund schon früh beizubringen auf einen Tisch zu springen und vorsichtig auch wieder herunterzuspringen. Nicht alle Tieräzte haben Behandlungstische, die sich ganz nach unten fahren lassen. Es ist dann wesentlich leichter, wenn der Hund einfach mal hochspringt als wenn er "hochgehieft" werden muss.
Zecken & Co.
Wenn es wieder wärmer wird, die Sonne scheint und das erste Grün sich ausbreitet beginnt für uns die herrliche Jahreszeit, für unsere Hunde dagegen beginnt ein Leben mit Zecken, Flöhen und anderen Plagen. Für den verantwortungsbewußten Hundebesitzer heißt das, darüber nachzudenken, was er dagegen tun kann. Manche scheuen den Einsatz von Chemie und denken, dass dies dem Hund schadet. Es ist richtig, nebenwirkungsfrei sind diese Mittel nicht. Das Problem ist aber andererseits, dass bereits eine einzige Zecke ausreicht um den Hund mit Borreliose zu infizieren und damit sein restliches Leben zur Qual zu machen. Durch diese Infektion kann es von Bewegungseinschränkungen bis hin zur Lähmung gehen. Da muss jeder für sich entscheiden, was er für das kleinere Übel ansieht. Ein Informationsgespräch beim Tierarzt ist sicherlich angezeigt. Es gibt die verschiedensten Präparate und man kann ja mit den "harmlosesten" mal anfangen. Die meisten bekannten Zeckenpräparate schützen gleichzeitig auch vor Flohbefall.
Besonders kritisch mit Parasiten wird es beim Auslandsurlaub, inbesondere in südlichen Ländern. Hier muss dringend mit dem Tierarzt abgeklärt werden, welche Mittel und ggf. Imfpungen notwendig sind.
Der Wolfsspitz ist ein sehr robuster Hund und verträgt die Behandlung mit Zeckenmitteln i.d.R. recht gut. Nach einigem Ausprobieren fand ich für meinen Wolfsspitz das richtige Mittel und seitdem ist er zeckenfrei. Eine große Erleichterung gegenüber der Zeit davor, als sich diese Biester direkt am Auge und der Schnauze festsetzten.
Bürsten
Es gibt Wolfsspitze, die schon als Welpe das große Bedürfnis haben, sich NICHT bürsten zu lassen. Da das Fell dann noch sehr weich und kurz ist, kann man die Bürsterei ganz gut hinbekommen. Wenn man nicht aufpasst und ungeübt ist kann sich aber nach und nach und ganz unbemerkt der erste Filz einschleichen. Dann muss man unbedingt die Notbremse ziehen und sich evtl. Rat bei einem Experten, z. B. HundefriseurIn oder ZüchterIn holen. Wichtig ist, dass man den Hund unbedingt auf einen Tisch oder eine ähnliche Erhöhung stellt, da er den Boden als sein Revier ansieht und gerade ein Alpha-Rüde sich dort einfach nichts gefallen lässt. A und O einer guten Fellpflege ist das richtige Rüstzeug. Aus den Bürsten für den Welpen ist dieser oder vielmehr sein Babyfell schnell herausgewachsen. Hilfreich kann auch ein gutes Fellpflegepräparat (Nerzöl) sein. Die Haare anheben, sparsam sprühen und leicht einmassieren erleichtert das Durchkommen mit der Bürste. Die Betonung liegt hier wirklich auf sparsam, damit nich das Fell noch durch das Öl verklebt. Wichtigstes Fellpflegewerkzeug in einem solchen Fall sind Entfilzer, ein Hundekamm für Unterwolle und eine Zupfbürste soft.
Mit dem Hundekamm geht man durchs Fell bis man auf Verfilzungen stößt. Diese löst man mit dem Entfilzer. Zum Schluss geht man mit der Zupfbürste drüber um die losen Haare vollends aufzunehmen. Das Nerzöl muss sehr sparsam verwendet werden. Die Haare werden angehoben und ein kurzer Sprühstoß auf die Haut abgegeben, etwas einmassieren und schon geht es viel leichter und duftet sehr angenehm. Durch die Arbeit mit dem Entfilzer kann ein Hund allerdings einige seiner schönen langen Haare an der Hose verlieren (die wieder nachwachsen, was aber viel Zeit braucht).
Um dieser Prozedur auf Dauer zu entgehen kann es sich lohnen das Bürstverhalten umzustellen und (fast) täglich zu bürsten. Nicht immer den ganzen Hund sondern immer ein Stück - das aber gründlich. Mit einem Striegel kommt man wunderbar durchs Fell ohne die Hände übermäßig zu belasten, wie dies beim Kamm sein kann. Danach wieder mit der Zupfbürste die losen Haare aufnehmen. Mit der Zeit kann man dann wahrscheinlich den Hund auch auf dem Boden bürsten. Wenn er irgendwo gemütlich liegt und man gerade Zeit und Muse hat, nimmt man die Bürsten und ein Leckerlie das ihn etwas ablenkt und arbeitet ein stückweit, so wie es sich der Hund noch gefallen lässt ohne es als Last zu empfingen. Nebenbei ein bißchen schmusen macht das Ganze noch viel angenehmer. Den Entfilzer braucht man dann (hoffentlich) nie wieder.
Wenn das Fell nass wird, z. B. nach einem Spaziergang im Regen, neigt es gerne zur Wellenbildung. Dann sollte man unbedingt wenn das Fell trocken ist gleich die Partien durchbürsten, die davon betroffen sind. Dann bleibt das Fell schön ebenmäßig und behält seinen gesunden Glanz.
Ein wunderschöner gepflegter Hund wird der Lohn ihrer Mühe sein. Und wenn Ihre Fellnase ehrlich ist, gibt sie zu, dass sie sich danach auch wohler fühlt...
* Extra-Tipp: Es lohnt sich u. U. die ausgekämmten Haare des Wolfsspitzes zu sammeln. Man kann sie zu Wolle verspinnen (lassen) und sich Socken o.ä. stricken. Gibt es ein schöneres Andenken an seinen Hund...?
Deutsche Spitzrassen
Wolfsspitz (Keeshond)
Großspitz
Mittelspitz
Kleinspitz
Zwergspitz (Pomeranian)
Weitere Spitzrassen
Japan Spitz
Volpino Italiano
Finnenspitz
Empfehlenswerte Links
Viele nützliche Informationen zum Wolfsspitz finden sich auch hier:
Eine sehr interessannte bildliche Gegenüberstellung von Wolfsspitz und Keeshond finden sich hier:
Eine Sammlung von Zitaten zum Hund:
Als Autorin dieses Wolfsspitz-Artikels und Vorstand der gemeinnützigen Deutschen Arthrose Stiftung
möchte ich Ihnen auch diese Seite ans Herz legen:
Dank für die Expertenunterstützung an:
Doris Hackner, Ansbach
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"Ich spreche mit ihm, wenn ich einsam bin und ich weiß genau er versteht mich. Wenn er mich aufmerksam anschaut und sanft meine Hände leckt:
An meinem besten Anzug reibt er seine Schnauze - aber ich sag keinen Ton: Weiß Gott! Ich kann mir neue Kleidung kaufen, aber keinen Freund wie ihn!"
(W. Daayton Wedegefarth)
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Verweise
- Rassestandard für den Wolfsspitz gemäß VDH








Christoph Stockmann
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Ausgezeichneter Knol!
ab sofort gibt es eine Liste für Knols die mit "höchster Qualität" ausgezeichnet wurden. Ich habe mir erlaubt Ihren Knol dort einzufügen!
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Auch hier ist Mithilfe erwünscht!
Viele Grüße,
C. Stockmann
Erik Preusker
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Viele Grüße!
Erik
Andreas Kemper
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Hallo Silvia G. Kaczmarek
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eingetragen, um ihren Knol einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Dies können Sie, wenn Sie möchten, mit zukünftigen Knols auch gerne selber machen. Die Liste ist offen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Kemper