Geschichte
Bereits im alten Ägypten (um 4000- 300 v. Chr.) kamen erste Bob-ähnliche Frisuren in Mode. Dabei wurde der Bob in einer schulterlangen Variante mit geradem Pony sowohl von Frauen, als auch von Männern getragen.
Als Trendfrisur setzte sich der Bob jedoch erst in den 20er Jahren durch. In dieser Zeit zeichnete sich die Frisur durch kurzes, bis zum Ohrläppchen geschnittenes Haar und einen geraden Pony aus. Die Haare wurden entweder sehr glatt oder leicht gewellt ("onduliert") getragen.
Die Frauen trugen den Bob als Ausdruck eines neuen, emanzipierten Selbstverständnisses. Durch berühmte Trägerinnen wie die Schauspielerin Louise Brooks fand die Kurzhaarfrisur weltweit Verbreitung. Leichte Kritik an der vermeintlich unweiblichen Frisur zeigte sich in der Betitelung als sogenannter Garçonne-Schnitt (abgeleitet von "garçon" – französisch "Junge"). In den 50er und 60er Jahren kam der klassische Bob mit kinnlangen Haaren wieder in Mode. Die männliche Betitelung blieb jedoch: Der Pagenkopf (abgeleitet von "Page Boys" – den englischen Pagen zu Hofe im Mittelalter) war geboren.
Endgültig berühmt wurde der Bob 1963 dank des englischen Friseurs Vidal Sassoon, der einen Schnitt kreiierte, der die Haare immer wieder in die ursprünglich frisierte Position zurückfielen ließ.
Heute wird der klassische Bob in verschiedenen Variationen mit fransigen Stufen, schrägem Pony oder asymmetrischer Form getragen. Berühmte Trägerinnen sind unter anderem Victoria Beckham, Paris Hilton, Eva Longoria, uvm.
Verschiedene Variationen des Bobs:
Asymmetrischer Bob: im Nacken asymmetrisch geschnitten, nach vorne hin länger
A-Line Bob: kinnlanger Schnitt in A-Form
Long Bob: schulterlang, gescheitelt
Mod Bob: durchgestufte, ausgefranste Seitenpartien, langer Pony
Pilzbob: kurze Variante, symmetrisch geschnitten, viel Volumen am Hinterkopf, Pony und Seitenpartien haben dieselbe Länge
Stufenbob: stufig geschnitten, Länge variabel





Kommentare
Neuen Kommentar verfassen ▼
Neuen Kommentar verfassen
Tut uns leid! Diese(r) Knol-Inhaber hat/haben Sie gesperrt, sodass Sie hier keine Kommentare, Bearbeitungen oder Vorschläge abgeben können.