Tierpsychologie und Tierhomöopathie

Ausbildung zum Tierpsychologen und Tierheilpraktiker

Homöopath, Heilpraktiker, Psychologe: Solche Ratgeber für Körper und Seele gibt es nicht nur für menschliche Patienten. Auch rund ums Tier entstehen viele neue Berufe.


Wer bis vor einigen Jahren „irgendwas mit Tieren machen“ wollte, der konnte Veterinärmedizin, Biologie oder Landwirtschaft studieren. Oder zwischen der Tierarzthelferin und dem Tierpfleger wählen. Doch die Zahl der Vierbeiner in deutschen Haushalten steigt ständig. Auf rund 5,7 Millionen Hunde und 7.5 Millionen Katzen schätzt sie der Industrieverband Heimtierbedarf. Fast ebenso unüberschaubar groß ist auch das Angebot von Aus- und Weiterbildungen für Tierberufe, nicht erst seit „Super-Frauchen“ und „Tier-Nannys“ die Einschaltquoten der TV-Sender nach oben treiben.

Bildungsträger

Unter den Bildungsträgern sind international oder bundesweit tätige Schulen ebenso wie lokale Anbieter zu finden. Teilweise auch mit eher exotischen Lehrgangszielen wie „Tierdolmetscher“, „Tiertelepath“ oder „Tierkommunikator“. Ob anerkanntes Fernstudium, Präsenzseminare oder Schnellkurse per CD bei ebay – für jeden Geschmack ist mittlerweile eine entsprechende Ausbildung zu finden. Die Kosten dafür reichen von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Euro.

Verbände 

Der gerade neu gegründete „Verband der Tierpsychologen und Tierhomöopathen“ (VDTT) sieht diese Entwicklung eher kritisch: „Wir setzen für die Tätigkeitsfelder Tierpsychologie und Tierhomöopathie klare Qualitätsstandards. Über uns soll der Rat suchende Tierhalter schnell und einfach einen qualifizierten Therapeuten finden und erkennen können“, sagt Joachim Westermann, Mitglied des Vorstandes. Ganz ähnlich sieht das auch Jutta Schröter, erste Vorsitzende der Kooperation Deutscher Tierheilpraktikerverbände (KTHP). „Wir bekommen häufig Anfragen von Interessenten, die sich für eine Ausbildung interessieren und vermitteln dann Adressen, die wir als seriös einschätzen.“
 
Als Dachorganisation vereint der KTHP fünf Tierheilpraktikerverbände. Auch er verzeichnet einen großen Andrang von Interessenten an dem Beruf. Die Berufsbezeichnung „Tierheilpraktiker“ ist gesetzlich nicht geschützt und es gibt keine geregelte Ausbildung. Unterricht erteilen nur private Schulen, die auch privat finanziert werden müssen. Die Zahl der niedergelassenen Tierheilpraktiker bleibt aber konstant bei zwischen 1500 und 2000“, schätzt Jutta Schröter.

Spezialisierung

Je nach Spezialisierung arbeiten die Naturheilkundler mit klassischer Homöopathie, Phytotherapie, Bachblüten

oder Blutegeln. Dazu kommen zunehmend auch Akupunktur, Reiki oder Bioresonanztherapie. „Das Feld der Naturheilkunde ist groß“, weiß Jutta Schröder. „Ein guter Therapeut klärt den Tierhalter nicht nur auf, warum er mit welcher Methode arbeitet, sondern auch, welche Qualifikation er hat.“

Aber längst nicht jeder, der sich für den staatlich nicht anerkannten Beruf interessiert, schätzt richtig ein, wie groß dieses Arbeitsgebiet ist und welche Anforderungen die Ausbildung stellt. Schließlich geht es hier um komplexes veterinärmedizinisches Wissen. Und nicht alle starten mit dem Ziel, sich wirklich selbstständig zu machen. Jutta Schröter: „Manchen geht es auch nur um ein besseres Verständnis des eigenen Tieres.“

Weiterführende  Informationen

zum Thema Aus- und Weiterbildung rund ums Tier geben die verschiedenen Schulen, unter anderem:

Akademie für Tiernaturheilkunde, www.atm.de und www.atn-ag.ch
Paracelsus-Schulen, www.paracelus.de
Freies und Privates Ausbildungsinstitut für Tierheilkunde, www.tierheilpraktiker-fat.de/
Bildungswerk für therapeutische Berufe, www.naturemed.de
 
Oder die Verbände:

Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker: http://f-n-thp.de/ und www.tiernaturheilpraktik.de

Verband der Tierpsychologen und Tierhomöoopathen, www.vdtt.org
Kooperation deutscher Tierheilpraktikerverbände www.kooperation-thp.de

und

www.vierpfotenprofis.de

 



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